Historischer Lauf: Wie Marokko bei der WM 2026 bis ins Viertelfinale kam

Achraf Hakimi, Kapitän der marokkanischen Fußballnationalmannschaft

Die marokkanische Fußball-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko einen weiteren historischen Auftritt hingelegt. Nach dem sensationellen Halbfinaleinzug bei der WM 2022 in Katar erreichten die „Atlas-Löwen“ unter Cheftrainer Mohamed Ouahbi diesmal das Viertelfinale – und untermauerten damit ihren Ruf als eine der stärksten Fußballnationen Afrikas.

Auf dem Weg dorthin setzte sich Marokko in der K.-o.-Runde der letzten 32 gegen die Niederlande durch, ehe im Achtelfinale gegen Kanada ein enges und hart umkämpftes Spiel folgte: Schiedsrichter Michael Oliver zeigte in der Partie acht Gelbe Karten – die kartenreichste Begegnung des gesamten Turniers bis zu diesem Zeitpunkt. Gleich fünf marokkanische Spieler, darunter Kapitän Achraf Hakimi sowie Azzedine Ounahi und Bilal El Khannouss, gingen mit einer Gelben Karte in das Viertelfinale gegen Frankreich.

Das Viertelfinale gegen den WM-Finalisten von 2022 fand vor großem medialen Interesse in Boston statt. Marokko unterlag Frankreich am Ende mit 0:2 und schied damit aus dem Turnier aus. Cheftrainer Ouahbi entschuldigte sich nach dem Spiel öffentlich bei den Fans: „Unsere Reise ist zu Ende, aber unser Ehrgeiz nicht. Wir konnten die Leistung, die ihr verdient hättet, leider nicht abrufen.“ Zugleich dankte er König Mohammed VI. für dessen fortwährende Unterstützung des marokkanischen Fußballs sowie den Fans im In- und Ausland.

Trotz des Ausscheidens überwiegt in Marokko der Stolz auf die Mannschaft: Der Verband des afrikanischen Kontinentalverbands CAF würdigte den WM-Auftritt als „Quelle des Stolzes für den afrikanischen Fußball“. In der FIFA-Weltrangliste kletterte Marokko im Anschluss an das Turnier auf Platz 6 – einen der besten Werte in der Geschichte des marokkanischen Fußballs. Die Weltmeisterschaft selbst gewann am Ende Spanien, das sich im Finale gegen Argentinien mit 1:0 durchsetzte.

Quelle: Hespress English

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