
Verbandspräsident Fouzi Lekjaa hat den rückläufigen Anteil einheimischer Liga-Spieler in Marokkos Nationalmannschaften öffentlich thematisiert und eine neue nationale Strategie zur Talentförderung gefordert. Anlass war ein Treffen mit Trainern der ersten und zweiten Liga in Salé kurz vor Beginn der neuen Saison.
Nur zwei Ersatztorhüter aus der Botola
Lekjaas Befund ist deutlich: Im marokkanischen WM-2026-Kader stammten lediglich zwei Ersatztorhüter aus der Botola Pro – kein einziger im Ausland konkurrenzfähiger Mittelfeldspieler oder Stürmer kam aus der heimischen Liga. Für den Verbandschef ist das ein Alarmsignal, das die Kluft zwischen der Erstligameisterschaft und dem internationalen Spitzenniveau der Nationalmannschaft offenlegt – einer Mannschaft, die bei der Weltmeisterschaft selbst international für Aufsehen sorgte.
965-Millionen-Dirham-Budget für die Reform
Um die Lücke zu schließen, hat die LNFP unter Lekjaas Führung ein Budget von 965 Millionen Dirham für die laufende Saison bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem in den Ausbau von Altersklassen-Wettbewerben, verbesserte Trainingsinfrastruktur, die Digitalisierung der Liga sowie in neue Mechanismen fließen, mit denen Vereine ihre für die Nationalmannschaft nominierten Nachwuchsspieler gezielter begleiten und entwickeln können.
Konsultationen zwischen Liga und Nationalmannschaft
Konkret plant der Verband eine Reihe von Abstimmungsgesprächen zwischen der LNFP, Vereinsverantwortlichen, Trainern, der Technischen Direktion sowie dem Trainerstab der Nationalmannschaft, um den Übergang vom Jugend- zum Profifußball besser zu koordinieren. Lekjaa betonte, dass eine leistungsfähige Botola Pro langfristig unverzichtbar sei, um die Erfolge der Nationalmannschaft auf ein breiteres Fundament zu stellen – gerade mit Blick auf die Ko-Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2030, für die auch die Strahlkraft der heimischen Liga eine Rolle spielt.
Quellen: Morocco World News


