Marokko bereitet Parlamentswahlen im September 2026 vor

Das Parlamentsgebäude des Königreichs Marokko in Rabat

Rund zwei Monate vor den marokkanischen Parlamentswahlen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Innenminister Abdelouafi Laftit traf sich Mitte Juli in Rabat gleich zweimal mit Führungsspitzen der politischen Parteien, um organisatorische und operative Fragen rund um den Urnengang zu besprechen, der für den 23. September 2026 angesetzt ist.

Im Vorfeld der Kampagne ist ein altbekannter Streitpunkt erneut aufgeflammt: zwischen der islamistisch geprägten Partei PJD und der Bewegung Al Adl Wal Ihsane gibt es Uneinigkeit über deren Beteiligung am Wahlprozess – ein Thema, das die politische Debatte im Königreich seit Jahren begleitet.

Parallel zur Wahlvorbereitung hat die Regierung Ende Juli ein Gesetzesprojekt zur digitalen Souveränität im Gesundheitswesen verabschiedet. Es sieht unter anderem eine landesweit einheitliche elektronische Patientenakte, eine nationale Gesundheits-Identifikationsnummer sowie eine neue strategische Agentur vor – ein Hinweis darauf, dass die laufende Legislaturperiode auch abseits der Wahlvorbereitungen noch aktiv gestaltet wird.

International zeigte sich Marokko zuletzt ebenfalls aktiv: Bei einem Besuch in Rabat Mitte Juli würdigte der französische Minister Sébastien Lecornu gemeinsam mit marokkanischen Amtskollegen die vertieften Beziehungen zwischen beiden Ländern. Beim außerordentlichen Gipfel der Afrikanischen Union in Accra Ende Juli positionierte sich Marokko zudem als treibende Kraft einer kontinentalen Gesundheitspolitik mit Zielhorizont 2030.

Quelle: Maroc Hebdo

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