
Nayef Aguerds Zukunft bei Olympique Marseille bleibt ungeklärt: Der marokkanische Nationalverteidiger soll den Klub eigentlich verlassen, doch ein konkretes Angebot aus Katar wurde jetzt abgelehnt. Nach dem in letzter Minute geplatzten Wechsel zu Real Sociedad steigt der Druck auf beiden Seiten, vor Ende des Transferfensters noch eine Lösung zu finden.
Al-Sadd kehrt zurück – OM lehnt Festtransfer ab
Wie das französische Fachmedium Foot Mercato berichtet, hat sich der katarische Klub Al-Sadd in den vergangenen Tagen erneut um Aguerd bemüht und diesmal ein Angebot für einen Festtransfer in Höhe von rund 8 Millionen Euro vorgelegt. Marseilles Vereinsführung lehnte den Vorschlag jedoch ab und fordert eine höhere Ablösesumme, bevor sie den 30-jährigen Innenverteidiger ziehen lässt. Das britische Portal Sportingpedia bestätigte die Ablehnung unter Berufung auf eigene Quellen. Anfang August waren sich beide Klubs laut Foot Mercato bereits nahe an einer Einigung über eine bezahlte Leihe mit automatischer Kaufoption gewesen – ein Modell, das OM aus finanziellen Gründen inzwischen offenbar nicht mehr bevorzugt und stattdessen auf einen sofortigen Verkaufserlös drängt.
Nach geplatztem Sociedad-Wechsel wächst der Zeitdruck
Für Marseille ist die Situation unangenehm: Erst vor wenigen Tagen schien ein Abgang Aguerds zu Real Sociedad bereits perfekt, der Medizincheck war absolviert – ehe der Wechsel in letzter Sekunde doch noch scheiterte. Nun bleiben dem Klub laut übereinstimmenden Berichten nur noch rund zehn Tage bis zum Ende des französischen Transferfensters, um eine neue Lösung für den Marokkaner zu finden. OM ist an einem Verkauf interessiert, um Gehaltskosten zu senken und finanziellen Spielraum zu schaffen – Aguerd zählt zu den höher dotierten Spielern im Kader. Sportlich lief die vergangene Saison für den Verteidiger, der seit 2024 in Marseille unter Vertrag steht und regulär bis 2030 gebunden ist, nicht nach Wunsch: Verletzungen begrenzten seine Einsatzzeit auf 22 Pflichtspiele.
Aguerd, der mit der marokkanischen Nationalmannschaft zu den gestandenen Abwehrkräften zählt, dürfte die Entwicklung auch mit Blick auf seinen Stammplatz im Nationalteam genau verfolgen. Ob sich Al-Sadd am Ende doch noch auf die geforderte höhere Ablöse einlässt, ein anderer Interessent einspringt oder der Innenverteidiger vorerst in Marseille bleibt, ist derzeit offen. Bestätigte Fakten gibt es bislang nur zur abgelehnten 8-Millionen-Offerte – alles Weitere sind Einschätzungen aus dem Umfeld der Verhandlungen.
Update (25. August): Einigung auf Leihmodell mit Kaufoption rückt näher
Die Verhandlungen haben sich inzwischen weiterentwickelt: Wie mehrere französische und internationale Medien übereinstimmend berichten, nähern sich Marseille und Al-Sadd einer Einigung auf Basis einer bezahlten Leihe. Das Modell sieht eine Leihgebühr von rund 4 Millionen Euro vor, ergänzt um eine automatische Kaufoption in Höhe von 11 Millionen Euro – macht in Summe bis zu 15 Millionen Euro, sollte der Transfer vollzogen werden. Offen ist derzeit noch die Einigung mit Aguerd selbst über die persönlichen Vertragskonditionen bei Al-Sadd. OM, das den Markt in diesem Sommer schwieriger als erwartet vorfand, zeigt sich laut Berichten inzwischen bereit, von der ursprünglich geforderten sofortigen Kaufsumme abzurücken und auf das von Katar vorgeschlagene Leihmodell einzugehen.
Quellen: Get French Football News, Sportingpedia, Get French Football News (Update)


