
Mit dem Heimspiel gegen Gabun startet die marokkanische Fußballnationalmannschaft heute Abend in die Qualifikation zum Afrika-Cup 2027 – und zugleich in eine neue Ära. Es ist die erste offizielle Partie der Atlas-Löwen seit dem historischen Viertelfinaleinzug bei der Weltmeisterschaft im Sommer und der erste Pflichtspieltest für Nationaltrainer Mohamed Ouahbi als amtierender Kontinentalmeister. Anpfiff im Complexe Sportif Prince Moulay Abdellah in Rabat ist um 20 Uhr Ortszeit. Marokko trifft in der Gruppe A zudem auf den Niger und Lesotho, gegen die Lesotho-Auswahl geht es bereits am 29. September in Bloemfontein weiter.
Hakimi und Saibari fehlen gesperrt
Obwohl Kapitän Achraf Hakimi im 29-köpfigen Kader für das Länderspielfenster steht, kann er gegen Gabun nicht mitwirken: Der Verteidiger von Paris Saint-Germain verbüßt noch eine von der CAF verhängte Zwei-Spiele-Sperre infolge von Vorfällen im Finale der CAN 2025 gegen Senegal. Aus demselben Grund fehlt auch Offensivspieler Ismael Saibari. Ouahbi kann für die rechte Abwehrseite auf Alternativen wie Zakaria El Ouahdi und Redouane Halhal zurückgreifen. Der Kader ist ansonsten hochkarätig besetzt, mit Torhüter Yassine Bounou, den Innenverteidigern Nayef Aguerd und Noussair Mazraoui sowie den Offensivkräften Brahim Diaz, Azzedine Ounahi und Soufiane Rahimi.
Ouahbi und Ounahi vor dem Duell: „Wir kennen diese Gegner gut“
In der Vorbereitung auf das Turnier gab sich Ouahbi selbstbewusst, warnte aber vor Unterschätzung: „Diese Mannschaften sind keine Überraschung, es sind Gegner, die wir gut kennen“, sagte der Trainer laut übereinstimmenden Medienberichten. Über Gabun sagte er: „Sie sind eine sehr wettbewerbsfähige Mannschaft, die dank der Qualität ihrer Spieler gefährlich sein kann.“ Sein erklärtes Ziel für die gesamte Kampagne: „Unser Ehrgeiz und unser legitimes Ziel für diesen Afrika-Cup ist es, ihn zu gewinnen.“ Mittelfeldspieler Azzedine Ounahi betonte vor heimischem Publikum die Bedeutung eines guten Starts: „Jedes Spiel in Afrika ist schwierig. Man kann auf einen vermeintlich leichten Gegner treffen und merkt dann im Spiel, dass es doch schwierig ist“, so Ounahi. „So Gott will, spielen wir morgen um die drei Punkte, denn wenn man in die Qualifikation startet, ist es besser, mit drei Punkten zu beginnen.“
Gabun ohne Aubameyang im Umbruch
Auch die „Panthères“ aus Gabun gehen mit einem neuen Trainer, dem Franzosen Sébastien Migné, und ohne ihren langjährigen Anführer in die Kampagne: Rekordtorschütze Pierre-Emerick Aubameyang hatte nach der CAN 2025 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Als neuer Hoffnungsträger im Angriff gilt LAFC-Stürmer Denis Bouanga, unterstützt von erfahrenen Kräften wie Mario Lemina und Guélor Kanga. Die Qualifikation zur CAN 2027, die im Sommer 2027 in Kenia, Uganda und Tansania ausgetragen wird, umfasst insgesamt drei Länderspielfenster bis März 2027; nur die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe lösen das Ticket für die Endrunde.
Quellen: beIN Sports, Africa Soccer, Le360 Sport


