
Marokko ist das Reiseziel des Jahres 2026 – zumindest für die Redaktion von National Geographic Traveller (UK). Das britische Reisemagazin hat das nordafrikanische Königreich bei seinen Reader Awards 2026 zum „Editor’s Pick“ gekürt. Die Auszeichnung wurde am 30. September online veröffentlicht und erscheint auch in der Novemberausgabe des Magazins.
Begründung der Redaktion
Lorna Parkes, Executive Editor des Magazins, nennt mehrere Gründe für die Wahl: „Neue Flugrouten, Erschwinglichkeit und die Vielfalt der Erlebnisse haben Marokko ins Rampenlicht gerückt.“ Innerhalb einer einzigen Woche könne man dort „unter den Sternen der Sahara schlafen, an der Atlantikküste surfen und in Unesco-gelisteten Medinen einkaufen“.
Nach Angaben des Magazins kommt Marokko zugleich der Wunsch britischer Leserinnen und Leser nach vertrauten, vergleichsweise nahen Reisezielen entgegen. Angesichts knapper Haushaltsbudgets und der Instabilität im Nahen Osten sei ein Flug von weniger als vier Stunden ab Großbritannien ein starkes Argument. Auch die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichtet, habe das Profil des Landes geschärft.
Von Marrakesch bis Taghazout
Hervorgehoben werden unter anderem der Platz Djemaa el-Fna in Marrakesch als Tor zum Land, Wüstencamps zur Sternenbeobachtung, die Surfstrände von Taghazout und Tamraght sowie Wanderungen im Atlasgebirge. Marokko hatte 2025 nach Angaben des Berichts knapp 20 Millionen internationale Besucher.
Der Wettbewerb im Überblick
Der Editor’s Pick wird von der Redaktion vergeben, die Leserwahl läuft separat. Dort setzte sich Italien durch: Das Land gewann die Kategorien People’s Choice und Food Destination, Rom wurde bestes Ziel für einen Städtetrip. Costa Rica siegte bei Abenteuer und verantwortungsvollem Reisen, Frankreich bei Familienreisen, Südafrika bei Wildtierreisen. An der Umfrage beteiligten sich knapp 4.000 Leserinnen und Leser in 15 Kategorien.
Für Marokkos Tourismussektor ist die Auszeichnung ein weiteres Signal aus einem wichtigen Quellmarkt. Erst Ende September hatte das Land im Tourismus-Index des Weltwirtschaftsforums sieben Plätze gutgemacht.
Quellen: Le360, National Geographic Traveller (UK) / ResponseSource


