
Rund drei Wochen vor dem Start hat das Internationale Filmfestival von Marrakesch (FIFM) sein Programm für die 23. Ausgabe vorgestellt. Vom 20. bis 28. November laufen 76 Filme aus 39 Ländern, darunter zehn Weltpremieren. Die französische Schauspielerin Marion Cotillard führt die Jury des Wettbewerbs an, der mit dem Étoile d’Or ausgezeichnet wird.
Vierzehn Debüts und zweite Werke im Wettbewerb
Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 14 Erst- und Zweitwerke um den Hauptpreis. Zu den Titeln gehören „Ben’imana“ der Ruandierin Marie-Clémentine Dusabejambo, „Furies“ des Libanesen Rami Kodelh, „Marie Madeleine“ von Gessica Généus aus Haiti und „The World Before“ der Koreanerin Yoon Dan-bi. Drei Beiträge feiern ihre Weltpremiere: „Alkebulan“ des marokkanischen Regisseurs Yassine Marco Marroccu, „Waves of Silence“ von Farzad Samsami mit Amine Ennaji, gedreht in Marokko, sowie „Cairo Shadows“ von Rani und Salem Massalha.
Eröffnet wird das Festival mit „The Debut“, der Regiearbeit von Jesse Eisenberg mit Julianne Moore in der Hauptrolle. Zu den Galavorstellungen zählen unter anderem „Leila et la nuit“ von Fellipe Barbosa, inspiriert von der Fotografin Leila Alaoui, „Paper Tiger“ von James Gray und „Artificial“ von Luca Guadagnino. Mit „Strawberries“ von Laila Marrakchi läuft auch Marokkos Oscar-Beitrag.
Horizonte, 11. Kontinent und marokkanisches Panorama
Die Sektion „Horizons“ versammelt 21 Filme, darunter Arbeiten von Ryusuke Hamaguchi, Cristian Mungiu, Pawel Pawlikowski, Hirokazu Kore-eda und Nanni Moretti. Aus dem arabischen und afrikanischen Kino stehen unter anderem „The Station“ der Jemenitin Sara Ishaq, „Citizen Osama“ von Ahmed Hassouna sowie „Dao“ von Alain Gomis auf dem Programm. „The Roses of Marrakech“ von Ginevra Elkann entstand ebenfalls in Marokko.
Die Reihe „11. Kontinent“ zeigt 13 Filme, von Fiktion über Dokumentarfilme wie „Edward Said: Between Worlds“ bis zu restaurierten Klassikern wie „Nahla“ von Farouk Beloufa und „Tilaï“ von Idrissa Ouedraogo. Das marokkanische Panorama umfasst sechs Filme und beginnt mit „Bardi“ von Tala Hadid; drei davon sind Weltpremieren, darunter „Hoods“ von Mohamed Mouftakir. Insgesamt sind elf marokkanische Produktionen über alle Sektionen verteilt, hinzu kommen drei Filme, die im Land gedreht wurden.
Industrieprogramm und Ausblick
Zwölf Projekte stammen aus den Atlas-Workshops, dem Förder- und Branchenprogramm des Festivals, elf Filme gehen als nationale Oscar-Einreichungen ins Rennen. Die Organisatoren beschreiben das Festival als Möglichkeit, das Weltkino zu feiern. Für Marrakesch bedeutet die Ausgabe zugleich einen der wichtigsten Kulturtermine des Herbstes, der Filmschaffende, Fachpublikum und Besucher in die Stadt zieht.
Quellen: Hespress English, Le360


