Assilah: Wandbilder-Festival zieht sich bis Ende August durch die Medina

Bemalte Gassen in der Medina von Assilah während des Internationalen Kulturfestivals

In der nordmarokkanischen Küstenstadt Assilah ist auch in diesem Sommer wieder ein fester Programmpunkt zu Ende gegangen, dessen Spuren jedoch noch Wochen sichtbar bleiben: das Internationale Kulturfestival von Assilah, das in seiner 47. Ausgabe vom 7. bis 25. Juli 2026 stattfand. Kern des Festivals, das in Marokko traditionell auch als „Moussem“ bezeichnet wird, ist die Verwandlung der weiß getünchten Altstadtgassen der Medina in eine Freiluftgalerie: Internationale und marokkanische Künstlerinnen und Künstler bemalen während des Festivals die Hauswände mit teils großflächigen Wandbildern, während in den Gassen und auf den Plätzen der Stadt Konzerte, Lesungen und Workshops stattfinden.

Anders als reine Musikfestivals lebt Assilah von diesem Nebeneinander aus bildender Kunst, Literatur, Theater und Musik. Die Ausstellung „Assilah im Licht seiner Farben“, die einen Teil der während des Festivals entstandenen Werke zeigt, bleibt nach Angaben der Organisatoren noch bis zum 31. August 2026 zugänglich – wer die Sommersession selbst verpasst hat, kann die Stadt also noch mehrere Wochen lang im Ausstellungsmodus erleben.

Das Festival, das ursprünglich 1978 von den beiden Assilah-Persönlichkeiten Mohamed Benaissa und Mohamed Melehi ins Leben gerufen wurde, hat die einst unscheinbare Kleinstadt über die Jahrzehnte zu einem der bekanntesten Kulturziele Nordmarokkos gemacht. Neben den Wandbildern gehören Kunsthandwerksmärkte, auf denen lokale Handwerkskunst aus der Region gezeigt wird, sowie zahlreiche kostenlos zugängliche Veranstaltungen in der Medina und an der Strandpromenade zum festen Bestandteil des Programms.

Für den nordmarokkanischen Küstentourismus ist das Festival inzwischen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Es zieht in den Sommerwochen zusätzliche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland in die sonst eher beschauliche Kleinstadt zwischen Tanger und Larache.

Quelle: Middle East Online, Rove.me, Festivals in Morocco

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