Jazz à Rabat: 28. Ausgabe bringt europäische und marokkanische Musiker im Park Hassan II zusammen

Jazzband spielt live auf einer Open-Air-Bühne (Symbolbild)
Foto: AndyScott, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Zum 28. Mal verwandelt sich der Park Hassan II in Rabat vom 24. bis 26. September 2026 in eine Bühne für den Dialog zwischen europäischem Jazz und marokkanischer Musiktradition. Das Festival „Jazz à Rabat“ wird gemeinsam von der Delegation der Europäischen Union in Marokko, dem Ministerium für Jugend, Kultur und Kommunikation sowie der Region Rabat-Salé-Kénitra organisiert und gilt als eines der ältesten kulturellen Kooperationsprojekte zwischen der EU und dem Königreich.

Sechs europäische und sechs marokkanische Formationen

Im Zentrum des Konzepts stehen nicht einfache Konzerte, sondern eigens für Rabat entwickelte Kollaborationen: Jeweils eine europäische und eine marokkanische Gruppe treten an einem Abend gemeinsam auf und verschmelzen ihre musikalischen Welten in spontaner Improvisation. Die Veranstalter beschreiben das Format als „Kreativlabor“, in dem sich europäische und marokkanische Klanguniversen über Sprach- und Ländergrenzen hinweg begegnen. Insgesamt bringt die Ausgabe 2026 sechs europäische und sechs marokkanische Ensembles zusammen, die an den drei Abenden im Amphitheater des Parks auftreten. Die Eröffnung am 24. September bestritten unter anderem das portugiesische Amara Quartet und der marokkanische Oud-Spieler Khalid Kouhen, während am Abschlussabend des 26. September das österreichische Azure Trio von Ulrich Drechsler und das spanische Antonio Lizana Quintet auf marokkanische Partnerformationen treffen.

EU-Botschafter spricht von lebendiger Partnerschaft

Der EU-Botschafter in Marokko, Dimiter Tzantchev, würdigte das Festival als Ausdruck der Zusammenarbeit zwischen Brüssel und Rabat. Es verkörpere „eine der lebendigsten Ausdrucksformen der Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und Marokko“ und schaffe „Verbindungen jenseits von Sprachen und Grenzen“, so Tzantchev. Neben den abendlichen Konzerten sieht das Programm auch zwei Jazz-Meisterklassen im Kulturzentrum Les Étoiles im Rabater Stadtteil Sidi Moumen vor, die Nachwuchsmusikern direkten Austausch mit den internationalen Gästen ermöglichen sollen.

Seit über zwei Jahrzehnten Kulturbrücke

Mit einer mittlerweile über zwanzigjährigen Geschichte hat sich „Jazz à Rabat“ als feste Größe im marokkanischen Kulturkalender etabliert und nach eigenen Angaben der Veranstalter zu einem der prominentesten Foren für künstlerischen Austausch zwischen Europa und Marokko entwickelt. Nach der erfolgreichen Ausgabe 2025 bleibt der Park Hassan II auch 2026 Schauplatz des Festivals, das freien oder vergünstigten Zugang zu internationalen Jazzformationen bietet, die sonst selten in Marokko zu Gast sind. Für Rabat, das sich zunehmend auch als Bühne für internationale Musikformate positioniert, ist das Festival damit ein weiterer Baustein einer Kulturpolitik, die auf Begegnung und künstlerischen Dialog setzt.

Quellen: EU-Delegation Marokko (EEAS), Yabiladi

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