
Die Atlas-Löwinnen haben ihre alte Rechnung mit Südafrika beglichen: Mit einem 2:1-Sieg im WAFCON-Viertelfinale in Rabat hat sich Marokko am vergangenen Wochenende nicht nur ins Halbfinale der Frauen-Afrikameisterschaft, sondern auch direkt zur FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft 2027 qualifiziert – und damit Revanche für die Finalniederlage von 2022 genommen.
Ouzraoui und Jraïdi drehen die alte Rechnung
Vor heimischem Publikum ging Marokko durch Sakina Ouzraoui in der 31. Minute in Führung, die einen Ball im Strafraum sehenswert direkt verwertete. In der 51. Minute erhöhte Ibtissam Jraïdi per verwandeltem Elfmeter auf 2:0. Südafrika kam durch Thembi Kgatlana in der 67. Minute noch einmal heran, doch die marokkanische Abwehr brachte den knappen Vorsprung über die Zeit – und damit die erste Revanche seit dem verlorenen WAFCON-Finale 2022, das ebenfalls in Marokko ausgetragen worden war.
Direktes Ticket nach Brasilien 2027
Über den sportlichen Erfolg hinaus hat der Sieg unmittelbare Bedeutung für die Zukunft des marokkanischen Frauenfußballs: Als einer der besten vier Teams des Turniers hat sich Marokko damit direkt für die FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifiziert – ein weiterer Meilenstein für ein Programm, das in den vergangenen Jahren mit dem WAFCON-Finaleinzug 2022 und dem Achtelfinale bei der Weltmeisterschaft 2023 bereits kontinuierlich gewachsen ist.
Halbfinale gegen Sensationsteam Kamerun
Im Halbfinale am Mittwoch, den 12. August, trifft Marokko erneut in Rabat auf Kamerun – jene Mannschaft, die tags zuvor in Casablanca für die größte Überraschung des Turniers gesorgt hatte: Mit einem 1:0 gegen Rekordchampion Nigeria beendete Kamerun die Titelverteidigung der zehnmaligen Siegerinnen und zog erstmals seit Langem wieder in ein WAFCON-Halbfinale ein. Das Tor der 20-jährigen Myriam Wamen aus der Distanz war erst der zweite kamerunische Sieg gegen Nigeria in 14 direkten WAFCON-Duellen. Für die Atlas-Löwinnen wartet damit ein Gegner, der bewiesen hat, dass er auch Favoriten schlagen kann – mit dem eigenen Publikum im Rücken gehen Marokkos Fußballerinnen dennoch als Favoritinnen in die Partie um den Finaleinzug.
Quellen: Morocco World News, Al Jazeera


