72 Millionen Jahre alt: Frankreich gibt geschmuggelte Dinosaurier-Fossilien an Marokko zurück

Foto: Fernando Losada Rodríguez, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Neun seltene, bis zu 72 Millionen Jahre alte fossile Zähne sind nach Marokko zurückgekehrt – Ergebnis einer bilateralen Zusammenarbeit zwischen Rabat und Paris beim Schutz des kulturellen und natürlichen Erbes. Die Fossilien waren im Februar 2025 von französischen Zollbehörden bei einem Schmuggelversuch sichergestellt worden.

Sichergestellt auf dem Weg von Spanien nach Italien

Der französische Zoll hatte die Fundstücke in Menton entdeckt, versteckt in einer Expressfracht-Sendung auf dem Weg von Spanien nach Italien. Unter den neun Fossilien aus der Oberkreide (vor 66 bis 72 Millionen Jahren) befand sich der Zahn eines Zarafasaura oceanis – eines Meeresreptils mit auffällig langem Hals –, drei Zähne von Mosasauriern sowie fünf vermutlich von Dyrosaurus phosphaticus stammende Zähne, einem entfernten krokodilartigen Vorfahren. Alle Funde stammen aus dem marokkanischen Sedimentbecken, das international als eine der fundreichsten Regionen für Fossilien der späten Kreidezeit gilt.

Teil eines größeren Kampfes gegen Fossilienschmuggel

Die Rückgabe reiht sich in eine wachsende Zahl von Fällen ein, in denen Frankreich und Marokko bei der Bekämpfung des illegalen Handels mit historischen und paläontologischen Artefakten zusammenarbeiten. Marokko gilt wegen seines Fossilienreichtums – von Dinosaurier-Fußspuren bis zu Meeresreptilien – seit Jahren als bevorzugtes Ziel von Plünderern; erst kürzlich hatte ein schwerer Diebstahl von Flugsaurier-Fußspuren am Fundort Mibladen für Aufsehen gesorgt. Die erfolgreiche Rückführung der neun Zähne aus Frankreich zeigt, dass internationale Kooperation bei der Verfolgung solcher Fälle inzwischen greifbare Ergebnisse liefert – auch wenn Experten weiterhin auf umfassendere gesetzliche Schutzmaßnahmen für Fundstätten drängen.

Quellen: Hespress English

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