
Nayef Aguerds geplante Rückkehr zu Real Sociedad ist in letzter Sekunde gescheitert – obwohl der marokkanische Nationalverteidiger die medizinische Untersuchung bereits erfolgreich absolviert hatte. Der Innenverteidiger von Olympique Marseille hat sich inzwischen selbst zu den Hintergründen des geplatzten Wechsels geäußert und dabei Spekulationen über gesundheitliche Gründe klar zurückgewiesen.
Kein medizinisches Problem, sondern eine Frage des Comeback-Tempos
„Es gab also kein medizinisches Problem“, stellte Aguerd klar. Die Untersuchung sei aus seiner Sicht reibungslos verlaufen und von beiden Klubs bestätigt worden. Ausschlaggebend für das Scheitern des Transfers seien stattdessen Gespräche mit Real Sociedads Trainer Pellegrino Matarazzo über den Zeitplan seiner Rückkehr zur vollen Wettkampffähigkeit gewesen. Aguerd erholt sich seit einer Schambein-Operation im März 2026 von einer Verletzung, die ihn bereits um die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit Marokko gebracht hatte. Während der Trainerstab einen sofort einsatzbereiten Spieler wollte, bestand Aguerd auf einem schrittweisen Wiedereinstieg, um sein Comeback nicht zu gefährden.
Zweite Liebesgeschichte mit San Sebastián endet vor dem Neuanfang
Aguerd hatte in der Saison 2024/25 bereits auf Leihbasis von West Ham United bei Real Sociedad gespielt und sich dort schnell als Stammkraft etabliert. Diese erfolgreiche Zeit weckte im Sommer 2026 erneut Interesse des baskischen Klubs: Marseille und Real Sociedad einigten sich Berichten zufolge auf eine erneute Leihe mit Kaufoption im Volumen von rund 3 Millionen Euro Leihgebühr plus 17 Millionen Euro Kaufoption. Nach seinem Engagement in San Sebastián war Aguerd zunächst zu West Ham zurückgekehrt, ehe er im September 2025 für kolportierte 23 Millionen Euro fest zu Marseille wechselte.
Klares Bekenntnis zu Marseille
Trotz des geplatzten Wechsels bekräftigte Aguerd seine Verbundenheit zu seinem aktuellen Klub: „Solange ich dieses Trikot trage, werde ich alles geben“, so der Verteidiger. Ausschließen wollte er weitere Entwicklungen vor Ende der Transferperiode dennoch nicht, da Marseille finanziell unter Druck stehe. Aguerds Karriereweg führte ihn bislang von Dijon über Rennes und West Ham nach San Sebastián und schließlich nach Marseille – parallel dazu ist er seit Jahren fester Bestandteil der marokkanischen Nationalmannschaft, mit der er 2022 bis ins WM-Halbfinale vorstieß.
Quellen: Morocco World News


