Amrabat-Poker geht weiter: Betis-Trainer Pellegrini will Rückkehr, Fenerbahçe bleibt hart

Sofyan Amrabat im Spiel gegen Brasilien bei der WM 2026
Foto: Bryan Berlin, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Im Transfer-Poker um Sofyan Amrabat gibt es eine neue Wendung: Real Betis hat offenbar erneut Interesse an einer festen Verpflichtung des marokkanischen Nationalspielers signalisiert – scheiterte damit aber vorerst erneut an der Preisvorstellung von Fenerbahçe. Der türkische Rekordmeister beharrt laut spanischen Medienberichten auf einer Ablösesumme von 15 Millionen Euro für den 29-Jährigen.

Pellegrini drängt aufs Comeback

Wie die spanische Zeitung „Estadio Deportivo“ berichtete, soll Betis-Trainer Manuel Pellegrini den Klubvorstand persönlich gedrängt haben, die Verhandlungen um Amrabat wiederzubeleben. Der chilenische Coach betrachtet den defensiven Mittelfeldspieler als wichtige Verstärkung für den laufenden Sommer. Amrabat war bereits vor rund einem Jahr auf Leihbasis zu Betis gewechselt, ehe eine schwere Verletzung im November seine Spielzeit in Sevilla praktisch beendete – die damals vereinbarte Kaufoption ließ der spanische Klub daraufhin verstreichen.

Erneut kein Kompromiss bei der Ablöse

Trotz Pellegrinis Fürsprache scheiterte ein neuer Anlauf nun offenbar erneut an finanziellen Fragen: Fenerbahçe hält an seiner Forderung von 15 Millionen Euro fest, während Real Betis diese Summe als zu hoch einschätzt und sich vorerst aus den Gesprächen zurückgezogen hat. Damit stehen sich beide Klubs wieder am Ausgangspunkt der Verhandlungen gegenüber. Amrabat war nach dem Ende seiner Leihe zunächst zu Fenerbahçe zurückgekehrt, gehört dort aber schon länger nicht mehr zu den festen Planungen von Trainer İsmail Kartal – parallel dazu hatte zuletzt auch der saudi-arabische Spitzenklub Al-Ittihad Interesse mit einem Angebot von bis zu 20 Millionen Euro signalisiert.

Wettlauf gegen die Zeit

Solange das Sommertransferfenster in Spanien, der Türkei und Saudi-Arabien noch geöffnet ist, bleibt eine Einigung zwischen den Beteiligten möglich – die spanischen Quellen betonen jedoch, dass sich der finanzielle Graben zwischen den Klubs zuletzt eher vergrößert als verkleinert hat. Für Amrabat, der seit Jahren als einer der wichtigsten Abräumer im marokkanischen Nationalmannschaftsmittelfeld gilt, dürfte regelmäßige Spielpraxis auf hohem Niveau in den kommenden Wochen entscheidend für seinen Stammplatz bei den Atlas-Löwen sein. Der Fall zeigt einmal mehr, wie international mittlerweile der Markt um marokkanische Nationalspieler tickt: Saudi-Arabien lockt mit Gehältern, La Liga mit sportlicher Perspektive – Amrabat selbst dürfte die Entscheidung, wo er die kommende Saison verbringt, kaum allein in der Hand haben, solange sich die Ablöseforderungen der beteiligten Klubs nicht annähern.

Quellen: Morocco World News

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