Ziyech bricht öffentlich mit Wydad-Präsident: „Wird wie üblich lügen“

Hakim Ziyech im Trikot (Archivbild)
Foto: Kirill Venediktov, Lizenz CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons

Beim Casablanca-Traditionsverein Wydad AC ist der Konflikt um Hakim Ziyech offen ausgebrochen. Nachdem der marokkanische Nationalspieler tagelang geschwiegen hatte, meldete er sich am Wochenende über Instagram öffentlich zu Wort und beschuldigte Vereinspräsident Ibrahim El Assri, ihn von einem Freundschaftsspiel und dem Trainingslager der Mannschaft ausgeschlossen zu haben. Die Vereinsführung sucht unterdessen aktiv nach einem Weg, den Vertrag des 33-Jährigen aufzulösen.

Ausschluss vom Testspiel und Trainingslager in Agadir

Ziyech fehlte zuletzt im Kader für das Freundschaftsspiel gegen Renaissance Zemamra und wurde auch nicht in die Reisegruppe für Wydads Trainingslager in Agadir aufgenommen. Über die Gründe gehen die Darstellungen auseinander: Während aus dem Umfeld des Vereins verlautete, die Entscheidung liege beim Trainerstab, macht Ziyech öffentlich den Klubpräsidenten persönlich verantwortlich.

Ziyech bricht sein Schweigen: „Frag deinen Präsidenten“

Auf einen Beitrag einer wydad-nahen Instagram-Seite reagierte Ziyech mit deutlichen Worten. An die Adresse der Vereinsführung schrieb er: „Go and ask your president why he refused to let me play in the game and travel to Agadir“ – zu Deutsch: Man solle den Präsidenten fragen, warum er ihm verboten habe, im Spiel aufzulaufen und nach Agadir zu reisen. Eine mögliche Erklärung des Präsidenten kommentierte er vorab süffisant mit den Worten, dieser werde „wie üblich wohl lügen“. Nach marokkanischen Medienberichten (Al Omk Sport) drängt die Vereinsführung inzwischen aktiv auf eine Trennung, entweder durch den Verkauf der Vertragsrechte oder eine einvernehmliche Vertragsauflösung.

Schon länger schwelender Streit um Gehalt und medizinische Betreuung

Der aktuelle Eklat ist nicht der erste Reibungspunkt zwischen Ziyech und der neuen Wydad-Führung. Bereits im August hatte sich Präsident El Assri persönlich eingeschaltet, um einen Streit um die medizinische Betreuung des Spielers zu schlichten: Ziyech hatte sich mit dem Abgang eines von ihm bevorzugten Arztes zum französischen Klub Le Havre nicht abfinden wollen und eine Anpassung des medizinischen Stabs gefordert, die der Verein jedoch ablehnte. Bereits seit dem Führungswechsel im Mai – nach dem Abgang von Hicham Aït Menna – gilt Ziyechs Zukunft bei den „Roten Löwen“ als unsicher. Als finanzieller Streitpunkt gilt zudem sein Monatsgehalt von rund einer Million Dirham, das die klamme Vereinskasse zunehmend belastet. In der Fanszene sorgt der Streit für Unmut: Große Teile der Anhängerschaft fordern mehr Transparenz und wünschen sich Ziyech, der sowohl sportlich als auch als Werbeträger geschätzt wird, weiterhin im Kader.

Quellen: Morocco World News, Morocco World News, Morocco World News

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