
Marokko treibt den Ausbau seiner erneuerbaren Energien weiter voran. Die staatliche Agentur für nachhaltige Energie Masen (Moroccan Agency for Sustainable Energy) hat ein neues Programm gestartet, das ab 2026 Wind- und Solarprojekte mit einer Gesamtkapazität von 1,7 Gigawatt umfasst. Damit setzt das Land seinen seit Jahren verfolgten Kurs fort, den Anteil erneuerbarer Energien am nationalen Strommix massiv zu erhöhen.
Ziel ist es, die installierte Kapazität aus Wind- und Solarenergie bis zum Jahr 2030 auf rund 5 Gigawatt zu steigern. Marokko gilt dank seiner geografischen Lage – viel Sonne im Süden, konstanter Wind an der Atlantikküste – als einer der aussichtsreichsten Standorte für erneuerbare Energien in Nordafrika und hat mit Großprojekten wie dem Solarkomplex Noor bei Ouarzazate bereits international Beachtung gefunden.
Um neue Projekte schneller identifizieren und planen zu können, hat Masen zudem ein digitales Geoinformationssystem (GIS) eingeführt, das relevante Standortdaten – etwa Sonneneinstrahlung, Windverhältnisse, Netzanbindung und Flächenverfügbarkeit – für Investoren und Planer zentral zugänglich macht.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zentraler Baustein der marokkanischen Wirtschaftsstrategie: Er soll nicht nur die Energieimportabhängigkeit des Landes senken, sondern auch neue Industrien – etwa die Produktion von grünem Wasserstoff – ansiedeln und Marokko als Energie-Drehscheibe zwischen Afrika und Europa positionieren.
Quelle: Marokkanische Agentur für nachhaltige Energie (Masen)
