
Ein neues Gerücht aus Südamerika bringt Marokkos Nationaltorwart Yassine Bounou ins Spiel: Der argentinische Rekordmeister River Plate soll laut mehreren Quellen aus Buenos Aires bereits erste Kontakte zu Personen aus dem Umfeld des 35-Jährigen geknüpft haben. Auslöser ist die unsichere Zukunft von River-Schlussmann Santiago Beltrán, dessen Abgang immer wahrscheinlicher wird.
Beltráns möglicher Abschied als Auslöser
Der argentinische Journalist Hernán Castillo berichtete am 17. und 18. September übereinstimmend bei mehreren Medien, dass River Plate Bounou als einzigen ernsthaften Kandidaten für die Nachfolge von Beltrán auf dem Zettel habe – „erste, zweite und dritte Wahl“, wie es in einem Bericht von Goal.com heißt. Der Verein würde Beltrán demnach lieber halten, rechnet intern aber zunehmend mit dessen Wechsel nach Europa, wo mehrere Klubs am jungen Keeper interessiert sein sollen. Ein offizielles Angebot an Bounous aktuellen Klub Al-Hilal soll laut dem spanischen Portal Fichajes frühestens im Oktober folgen, mit Blick auf das südamerikanische Winterfenster im Januar 2027. Bis dahin bleibt es bei informellen Gesprächen mit Personen aus Bounous Umfeld, wie es in den argentinischen Berichten heißt.
Bounous Sympathien für River sind kein Geheimnis
Dass ausgerechnet River Plate genannt wird, überrascht in Argentinien wenig. Bounou hatte in der Vergangenheit mehrfach seine Verbundenheit zum Verein bekundet, sang bei einem Auftritt öffentlich eine River-Hymne und äußerte sich zuletzt gegenüber TyC Sports offen zu einem möglichen Wechsel: „Es hängt nicht von mir ab, aber wenn sich irgendwann die Gelegenheit ergibt, wäre das schön.“ Bounou steht noch bis Sommer 2028 bei Al-Hilal unter Vertrag, wohin er 2023 für rund 21 Millionen Euro gewechselt war und dort inzwischen als gesetzter Stammtorhüter gilt. Ob der saudische Klub einen Abgang seines Schlussmanns zu diesem Zeitpunkt überhaupt in Erwägung zieht, ist bislang völlig offen – ebenso wie eine mögliche Ablösesumme.
Frühes Stadium, keine Einigung in Sicht
Wichtig zur Einordnung: Es handelt sich nach übereinstimmenden Berichten bislang um informelle Sondierungen ohne jede Vertragsgrundlage – kein Angebot, keine Verhandlungen zwischen den Klubs, kein Zeitdruck. Bounou selbst wurde erst am Mittwoch von Nationaltrainer Ouahbi für die anstehenden CAN-Qualifikationsspiele der Atlas-Löwen gegen Gabun und Lesotho nominiert und dürfte sportlich zunächst voll auf die Nationalmannschaft fokussiert sein. Sollte River Plate tatsächlich im Oktober bei Al-Hilal vorstellig werden, wäre das der erste konkrete Schritt in einem Poker, der noch ganz am Anfang steht.
Quellen: Africa Soccer, Goal.com, Fichajes.net, El Intransigente


