Marokkos Devisenreserven steigen um 22,6 Prozent auf 500,7 Milliarden Dirham

Gebäude der Zentralbank Bank Al-Maghrib in Casablanca
Foto: mustapha ennaimi, Lizenz CC BY 2.0, Quelle: Wikimedia Commons

Marokkos Devisenreserven sind weiter kräftig gewachsen. Die offiziellen Reserveaktiva der Zentralbank Bank Al-Maghrib erreichten am 7. August 500,7 Milliarden Dirham – ein Plus von 22,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und von 0,5 Prozent gegenüber der Vorwoche. Das geht aus den wöchentlichen Indikatoren der Notenbank für den Zeitraum vom 6. bis 12. August hervor.

Puffer für Importe und Auslandsverpflichtungen

Der anhaltende Anstieg der Devisenreserven setzt einen Trend fort, der der Zentralbank zunehmend Spielraum verschafft. Die Reserven dienen Bank Al-Maghrib dazu, Importe zu finanzieren, Auslandsverpflichtungen zu bedienen und die Stabilität des Wechselkurses zu stützen. Ein wachsender Puffer gilt gerade für ein Land wie Marokko, das stark von Energie- und Rohstoffimporten abhängt, als wichtiges Signal finanzieller Stabilität gegenüber internationalen Investoren und Ratingagenturen.

Der marokkanische Dirham legte in der betreffenden Woche um 0,2 Prozent gegenüber dem Euro und um 0,1 Prozent gegenüber dem US-Dollar zu. Bemerkenswert dabei: Bank Al-Maghrib führte in diesem Zeitraum keine Devisenauktionen durch – die Kursbewegungen kamen also ohne direkte Interventionen am Devisenmarkt zustande.

Zentralbank stützt Bankenliquidität

Parallel zur Reserveentwicklung versorgte die Notenbank das Bankensystem mit durchschnittlich 144,8 Milliarden Dirham pro Tag. Davon entfielen 49,4 Milliarden Dirham auf einwöchige Vorschüsse, 47,9 Milliarden Dirham auf längerfristige Repo-Geschäfte und 47,5 Milliarden Dirham auf besicherte Kredite. Bei ihrer Ausschreibung am 12. August, mit Abwicklung am 13. August, stellte Bank Al-Maghrib zusätzlich 55 Milliarden Dirham über einwöchige Vorschüsse bereit. Diese Operationen sollen Banken kurzfristig mit Liquidität versorgen und die Interbankenzinsen im Einklang mit dem geldpolitischen Kurs der Notenbank halten.

Die Entwicklung der Devisenreserven bleibt ein zentraler Indikator für die makroökonomische Stabilität Marokkos, insbesondere vor dem Hintergrund laufender Infrastrukturprojekte und ausländischer Direktinvestitionen, etwa im Automobil- und Batteriesektor.

Quellen: Hespress English

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