
Im wochenlangen Transfer-Poker um Sofyan Amrabat gibt es eine neue Wendung: Real Betis hat die Verhandlungen um eine feste Verpflichtung des marokkanischen Nationalspielers vorerst auf Eis gelegt. Der Grund ist nicht länger nur die Ablösesumme, sondern eine grundsätzliche Neuausrichtung der Transferpläne bei den Andalusiern. Amrabat selbst ist inzwischen nach Istanbul zurückgekehrt und hat sich medizinisch untersuchen lassen, ehe er wieder ins Training von Fenerbahçe einstieg.
Betis setzt andere Prioritäten
Wie das spanische Fernsehformat „El Chiringuito“ berichtete, hat sich Real Betis dazu entschieden, einen Großteil des verfügbaren Transferbudgets in die Verstärkung der eigenen Angriffsreihe zu stecken. Der Klub verhandelt vorrangig über die Verpflichtung eines neuen Stürmers, wodurch die Bemühungen um Amrabat vorerst zurückgestellt wurden. Ganz vom Tisch ist ein Wechsel damit aber nicht: Sollte Betis nach Abschluss des geplanten Angriffstransfers noch finanziellen Spielraum haben, könnten die Gespräche mit Fenerbahçe wieder aufgenommen werden. Zuvor war bereits eine Kaufsumme von rund 15 Millionen Euro, die der türkische Rekordmeister für den 29-Jährigen forderte, den Spaniern zu hoch gewesen.
Rückkehr nach Istanbul, Vertrag bis 2028
Amrabat hat unterdessen längst wieder den Weg zurück in die Türkei gefunden. Der Mittelfeldspieler unterzog sich in Istanbul medizinischen Tests und schloss sich anschließend wieder der Vorbereitung von Fenerbahçe auf die neue Saison an. Vertraglich ist er noch bis Juni 2028 an den Klub gebunden, gehört dort nach Medienberichten aber schon länger nicht mehr zu den festen Planungen von Trainer İsmail Kartal. Fenerbahçe will nach eigenen Angaben eingehende Angebote für Amrabat prüfen, hat aber noch nicht entschieden, ob der Nationalspieler Teil des Kaders für die kommende Saison bleiben soll.
Auch Olympiacos auf der Suche nach einer Lösung
Real Betis ist nicht der einzige Interessent: Auch der griechische Erstligist Olympiacos wird seit Wochen mit Amrabat in Verbindung gebracht und könnte dem Marokkaner eine weitere Option bieten, sollte er die Türkei verlassen wollen. Amrabat war vor rund einem Jahr bereits auf Leihbasis zu Betis gewechselt, ehe eine schwere Verletzung im November seine Spielzeit in Sevilla praktisch beendete – die damals vereinbarte Kaufoption ließ der spanische Klub daraufhin verstreichen. Mit dem Ende des Sommertransferfensters in Spanien, der Türkei und Griechenland rückt näher, bleibt die sportliche Zukunft des defensiven Mittelfeldspielers, der für die Atlas-Löwen als einer der wichtigsten Abräumer gilt, weiter offen.
Quellen: Morocco World News, Africa Soccer


