Youssef En-Nesyri könnte im Januar 2027 vor einem Wechsel nach Russland stehen. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass ZSKA Moskau den marokkanischen Nationalstürmer von Al-Ittihad ins Auge gefasst hat. Bislang handelt es sich ausdrücklich um ein frühes Gerücht: Bestätigte Verhandlungen oder eine Einigung gibt es nicht.
Was bislang berichtet wird
Laut einem Bericht von AfricaSoccer vom 6. November prüft ZSKA einen Vorstoß, um den Angriff für die zweite Saisonhälfte zu verstärken. Als Quellen nennt das Portal die arabischen Seiten Ysscores und Al Mountakhab. Demnach stehen En-Nesyris Gehalt und sein Marktwert einem Deal als „erhebliche Hürden“ im Weg. Ein offizielles Angebot oder fortgeschrittene Gespräche werden in dem Bericht ausdrücklich nicht gemeldet.
Etwas konkreter wird Africafoot: Die französischsprachige Seite berichtet unter Berufung auf eigene, nicht namentlich genannte Quellen, ZSKA habe ein Angebot über 15 Millionen US-Dollar formuliert (im Konjunktiv: „aurait formulé“). AfricaSoccer schreibt am 7. November dagegen, ZSKA werde voraussichtlich 15 Millionen Dollar bieten, und beruft sich auf den türkischen Journalisten Ekrem Konur, der auf X berichtet haben soll, der 29-Jährige stehe ganz oben auf der Januar-Wunschliste der Moskauer. Ob schon ein Angebot vorliegt, ist damit unklar. Weder ZSKA noch Al-Ittihad haben sich öffentlich geäußert.
Die Lage bei Al-Ittihad
En-Nesyri steht in Dschidda unter Beobachtung. Laut AfricaSoccer war der Klub bereits im Sommer offen für einen Verkauf, erhielt aber kein passendes Angebot. In dieser Saison kommt der Stürmer nach Angaben des Portals, das sich auf Winwin stützt, auf acht Tore und zwei Vorlagen in 16 Pflichtspielen. Sein erster Abschnitt bei Al-Ittihad sei hinter den Erwartungen geblieben. Über den Machtkampf um seine Zukunft in Saudi-Arabien hatten wir bereits im August berichtet.
Sein Berater Fahd Sareh hatte nach Angaben von AfricaSoccer zuvor erklärt, der Spieler habe für das Winterfenster Angebote erhalten, wolle sich aber auf Al-Ittihad konzentrieren. Eine neue Aussage von En-Nesyri selbst liegt nicht vor.
Einordnung für die Nationalmannschaft
Für Nationaltrainer Mohamed Ouahbi ist die Personalie nicht ohne Brisanz: En-Nesyri kehrte zuletzt in den Kader für die Spiele gegen Niger zurück. Ein Wechsel in die russische Liga würde seine Spielpraxis und das sportliche Umfeld verändern, ein Transfer ist aber weit davon entfernt, beschlossen zu sein. Das Winterfenster öffnet erst im Januar; bis dahin kann sich die Gerüchtelage noch mehrfach drehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden, sobald es belastbare Bestätigungen gibt.
Quellen: AfricaSoccer (6. November), AfricaSoccer (7. November), Africafoot


