Hassan-II-Stadion: Lekjaa peilt Fertigstellung für Anfang 2028 an

Bagger und Radlader auf der Baustelle des Hassan-II-Stadions in Benslimane (Archivbild von 2024)
Foto: Oussama 499, gemeinfrei (CC0), Quelle: Wikimedia Commons

Das Hassan-II-Stadion in Benslimane, das künftig größte Fußballstadion der Welt werden soll, soll nach Angaben von Fouzi Lekjaa Anfang 2028 fertig sein. Der Wirtschafts- und Finanzminister, der zugleich den marokkanischen Fußballverband FRMF leitet, sagte am Mittwoch in der Sendung „Saat Assaraha“ des Senders 2M, die Bauarbeiten kämen „gut voran“.

Fertigstellung rückt auf Anfang 2028

Bemerkenswert ist der Zeitplan: Als der Bau Anfang 2025 näher rückte, hatte Lekjaa noch eine Fertigstellung bis 2027 in Aussicht gestellt, wie Morocco World News und Medias24 damals berichteten. Der nun genannte Termin liegt damit etwas später, bleibt aber deutlich vor der Weltmeisterschaft 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichtet. Das Stadion nordöstlich von Casablanca ist für rund 115.000 Zuschauer geplant.

Lekjaa betonte laut Hespress, das Stadion solle der Nationalmannschaft sowie den Casablanca-Klubs Raja und Wydad schon vor dem Turnier als Heimspielstätte dienen. Auch weitere Veranstaltungen seien vor 2030 denkbar.

Finale 2030: „Höchste Kapazität“

Zur Frage des WM-Finales verwies der Minister auf die FIFA-Regeln: Das Endspiel müsse in dem Stadion mit der größten Sitzplatzzahl stattfinden. „Das Hassan-II-Stadion hat derzeit die höchste Kapazität“, so Lekjaa. Die FIFA hatte Marokkos Anspruch auf das Finale zuletzt zurückhaltend beurteilt; eine Entscheidung über die Spielorte steht weiter aus.

„Ein neues Groß-Casablanca“

Das Projekt solle weit über den Sport hinauswirken. Gemeinsam mit Straßenbahn- und Bahnprojekten werde es die Stadtentwicklung im Großraum Casablanca verändern. „In den kommenden Jahren werden wir ein neues Groß-Casablanca sehen“, sagte Lekjaa. Die WM 2030 gehe „über die Austragung von Fußballspielen hinaus“ und markiere zugleich 100 Jahre seit dem ersten Weltturnier 1930.

Mit Blick auf die gemeinsame Ausrichtung nannte der Minister als Ziele unter anderem, die gemeinsame Geschichte rund um das Mittelmeer sichtbar zu machen, jungen Menschen auf beiden Seiten Chancen zu eröffnen und den Dialog zwischen den Zivilisationen zu fördern. Diese Ziele seien bei der Bekanntgabe der Vergabe in Kigali formuliert worden.

Quellen: Hespress English, Morocco World News, Medias24

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