Historische Silbermedaille: Marokkanischer Schüler glänzt bei Informatik-Olympiade in Taschkent

Offizielles Logo der International Olympiad in Informatics (IOI) 2026 in Usbekistan, gemeinfrei, Quelle: Wikimedia Commons

Marokko hat bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) Geschichte geschrieben: Der 17-jährige Schüler Zakaria Abisourour holte am Samstag die erste Silbermedaille, die das Land jemals bei diesem Wettbewerb gewonnen hat. Bei der 38. Ausgabe der IOI in Taschkent, Usbekistan, belegte er mit 332,42 von 600 möglichen Punkten Rang 63 unter 375 Teilnehmenden aus 92 Delegationen – und übertraf die Silberschwelle von 303,28 Punkten damit um mehr als 29 Punkte.

Höchstplatzierter Teilnehmer aus Afrika und der arabischen Welt

Nach Angaben der marokkanischen Informatik-Olympiade-Organisation war Abisourour damit der bestplatzierte Teilnehmer aus Afrika und der arabischen Welt bei der diesjährigen IOI. Sein Ergebnis bedeutet zugleich einen enormen Sprung gegenüber dem Vorjahr, als er bei seiner ersten Teilnahme lediglich Rang 190 erreichte und eine ehrenvolle Erwähnung erhielt. Aus dem vierköpfigen marokkanischen Team schaffte es zudem Mohamed Cherki aus Rabat mit 198,50 Punkten und Rang 216 zu einer ehrenvollen Erwähnung. Komplettiert wurde die Delegation von Yassir Salama aus Casablanca und Mohamed Ada aus Laayoune, betreut von den Trainern Anas Abou El Kalam und Mohamed Amine Methid.

Über tausend Teilnehmer in der nationalen Ausscheidung

Die vier Delegierten hatten sich in einem mehrstufigen nationalen Auswahlverfahren durchgesetzt, das bereits im Oktober mit mehr als tausend Teilnehmenden begonnen hatte. Bei der IOI, die dieses Jahr vom 9. bis 16. August lief und Delegationen aus 97 Ländern zusammenbrachte, lösen Schülerinnen und Schüler in Einzelwettbewerben anspruchsvolle Programmier- und Algorithmusaufgaben. Marokko nimmt seit 1990 insgesamt zum elften Mal an dem Wettbewerb teil; die Gesamtbilanz des Landes steht nun bei einer Silber- und drei Bronzemedaillen sowie vier ehrenvollen Erwähnungen.

Quellen: Hespress English, Morocco World News

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