
Soufiane El Bakkali hat bei den Diamond-League-Finals in Brüssel den Gesamtsieg in der Diamond-Race-Wertung 2026 knapp verpasst. Im 3000-Meter-Hindernislauf am Samstagabend im King-Baudouin-Stadion musste sich der marokkanische Olympiasieger und zweifache Weltmeister nur dem Äthiopier Gemechu Godana geschlagen geben, der in 8:08,67 Minuten gewann. El Bakkali kam als Zweiter in 8:10,03 Minuten ins Ziel, Bronze ging an den Kenianer Simon Koech (8:11,15 Minuten).
Als Favorit gestartet, am Ende doch geschlagen
El Bakkali war als Spitzenreiter der Diamond-League-Saisonwertung mit 31 Punkten nach Brüssel gereist und hatte zuvor drei der fünf Hindernisläufe der Saison gewonnen. Seinen schnellsten Saisonwert von 8:04,48 Minuten – die weltweit beste Zeit 2026 – war der 30-Jährige bereits am 31. Mai vor heimischem Publikum beim Diamond-League-Meeting in Rabat gelaufen. In Brüssel reichte die Form gegen Godana jedoch nicht mehr. Sein Landsmann Salaheddine Ben Yazid, der zuvor bei den Mittelmeerspielen in Tarent den Titel über dieselbe Distanz geholt hatte, ging als Sechster der Qualifikation ins Finale, beendete den Lauf aber nicht.
El Bakkali: „Der Kopf will es, aber der Körper hat das letzte Wort“
Nach dem Rennen zog El Bakkali eine differenzierte Bilanz seiner Saison. „Ich bin mehr als fantastisch in Rabat gestartet, vor einem Heimpublikum, das einen unvergesslichen Moment geschaffen hat“, sagte der Läufer laut Morocco World News. Im weiteren Saisonverlauf habe er zunehmend Ermüdung gespürt und sich nicht mehr vollständig bereit gefühlt, räumte er ein: „Der Kopf will es, aber der Körper hat das letzte Wort.“ Zum Finale in Brüssel sagte er: „Ich bin mit dem Wunsch nach einer neuen Herausforderung ins Diamond-League-Finale gegangen und habe bis zum Schluss alles gegeben. Es war nicht das Ergebnis, auf das ich gehofft hatte, aber ich bin zufrieden mit allem, was ich diese Saison gegeben habe.“ Mit Blick auf die kommenden Monate kündigte er an: „Jetzt ruhen wir uns aus – dann kommen wir stärker zurück. Die Geschichte geht weiter.“
Erfolgreichste Saison bleibt geprägt von Titeln
Trotz der knappen Niederlage bleibt El Bakkali die prägende Figur seiner Disziplin: Der Olympiasieger von Tokio 2020 und Paris 2024 sowie zweifache Weltmeister hält weiterhin die persönliche Bestzeit von 7:56,68 Minuten und geht mit drei Saisonsiegen sowie zwei zweiten Plätzen aus dem Diamond-League-Jahr 2026. Für die marokkanische Leichtathletik, die im Hindernislauf seit Jahren international den Ton angibt, bleibt der zweite Platz in Brüssel damit trotz allem eine weitere starke Saisonbilanz.
Quellen: Morocco World News, Yabiladi English, Morocco World News


