
Um Azzedine Ounahi ist ein regelrechtes Bieterrennen entbrannt. Der marokkanische Nationalspieler, der bei Girona in der spanischen Segunda División unter Vertrag steht, gilt als einer der begehrtesten Transferkandidaten der letzten Tage vor Ende der europäischen Sommerfenster. Mehrere Klubs aus England, Spanien und Saudi-Arabien haben laut übereinstimmenden Medienberichten ihr Interesse bekräftigt oder erstmals bekundet.
Mehrere Interessenten aus England und Spanien
Laut dem spanischen Sportmedium Mundo Deportivo haben die englischen Zweitliga-Klubs Hull City und Ipswich Town sowie der saudische Erstligist Al-Ittihad in den vergangenen Tagen ihr Interesse an Ounahi intensiviert. Beide englischen Vereine sollen sich um konkrete Vertragsbedingungen bemühen. Neu hinzugekommen ist zudem Atletico Madrid: Der spanische Topklub soll bereit sein, Girona rund 20 Millionen Euro für den 26-jährigen Mittelfeldspieler zu bieten. Auch Manchester City wird in aktuellen Berichten mit dem Marokkaner in Verbindung gebracht. Wichtig einzuordnen: Bislang handelt es sich um Medienberichte über Interesse und erste Gespräche, nicht um eine bestätigte Einigung.
Ajax weiterhin mit Heimvorteil dank Míchel
Trotz der neuen Konkurrenz gilt Ajax Amsterdam laut Mundo Deportivo weiterhin als ernstzunehmender Interessent. Der Vorteil der Niederländer: Cheftrainer Míchel coachte Ounahi bereits bei Girona und kennt seine Stärken genau. Vorherige Gespräche zwischen Ajax und Girona sollen an den finanziellen Forderungen des spanischen Klubs sowie an der Konkurrenzsituation gescheitert sein – nun ist Ajax laut Berichten wieder aktiv im Rennen. In Ounahis Vertrag bei Girona soll zudem eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 25 Millionen Euro verankert sein, worüber Transfer-Insider Fabrizio Romano bereits im Sommer berichtet hatte.
Girona zwischen Kaderplanung und Verkaufserlös
Für Girona, das nach dem Abstieg in die zweite spanische Liga seinen Kader verschlanken muss, könnte ein Verkauf Ounahis willkommene finanzielle Spielräume schaffen. Laut Mundo Deportivo könnte der Klub durch einen Abgang des Mittelfeldspielers ein bedeutendes Gehaltsbudget freisetzen. Ounahi selbst, der bei der WM 2022 mit Marokko bis ins Halbfinale kam und für die Atlas-Löwen eine feste Größe im Mittelfeld ist, soll laut Goal Stabilität und ein hohes sportliches Niveau als wichtige Kriterien für seine Zukunft nennen. Ob am Ende England, Spanien oder die saudische Pro League das Rennen macht, ist derzeit offen – eine Entscheidung wird nun für die letzten Tage des Transferfensters erwartet.
Quellen: Morocco World News, Mundo Deportivo


