
Update, 3. September 2026: Der Wechsel-Poker um Azzedine Ounahi ist entschieden. Der marokkanische Nationalspieler wechselt fest von Girona zu Panathinaikos Athen – nicht zu PSV Eindhoven, Ajax oder einem der anderen zuletzt gehandelten Klubs. Der griechische Traditionsverein bestätigte den Transfer am Dienstag offiziell per Videobotschaft in den sozialen Netzwerken, unterlegt mit dem Satz „The magic is back“.
15 Millionen Euro und eine Beteiligungsklausel für Girona
Laut übereinstimmenden Medienberichten zahlt Panathinaikos rund 15 Millionen Euro an den Absteiger Girona – exakt jene Ausstiegssumme, auf die sich die Katalanen im Sommer festgelegt hatten. Vereinbart wurde zudem eine Beteiligungsklausel, die Girona bei einem künftigen Weiterverkauf Ounahis finanziell beteiligt. Für Girona war ein Abgang nach dem Abstieg aus La Liga ohnehin absehbar; der 26-Jährige hatte in der vergangenen Saison 24 Ligaspiele für die Katalanen bestritten und dabei fünf Tore sowie zwei Vorlagen beigesteuert.
Rückkehr an einen vertrauten Ort
Für Ounahi ist der Wechsel eine Rückkehr: Bereits in der Saison 2024/25 hatte er auf Leihbasis von Olympique Marseille für Panathinaikos gespielt und wurde von den Fans zum Spieler der Saison gewählt. Die sportliche Führung des Klubs drängte darauf, die Formalitäten rasch abzuschließen, um den Mittelfeldspieler noch rechtzeitig für die Conference-League-Kader zu registrieren. Das griechische Transferfenster läuft noch bis zum 15. September. Bei der WM 2026 hatte Ounahi Marokkos Mittelfeld bis ins Viertelfinale geführt und im Achtelfinale gegen Kanada doppelt getroffen.
Vorgeschichte: Ein Wechsel-Poker mit vielen Wendungen
Wie unser vorheriger Bericht zeigte, war der Weg dorthin alles andere als geradlinig: Erst wurde ein angebliches Angebot von PSV Eindhoven vermeldet, das ein niederländischer Journalist prompt dementierte. Parallel wurden auch Ajax Amsterdam, Hull City, Ipswich Town und der saudi-arabische Klub Al-Ittihad als mögliche Stationen gehandelt. Am Ende entschied sich Ounahi nach Angaben marokkanischer und internationaler Medien für die Rückkehr nach Athen – zu einem Klub, bei dem er bereits einmal zum Publikumsliebling avancierte.
Der Wechsel-Poker um Azzedine Ounahi nimmt eine neue Wendung – und liefert gleich den nächsten Widerspruch. Nachdem der marokkanische Nationalspieler zuletzt mit Hull City, Ipswich Town und Atletico Madrid in Verbindung gebracht wurde, soll nun ausgerechnet PSV Eindhoven an die Spitze des Rennens gerückt sein. Die spanische Zeitung „Mundo Deportivo“ berichtete, der niederländische Klub habe Girona ein formelles Angebot vorgelegt und stehe bereits in Verhandlungen. Nur wenige Stunden später widersprach ein niederländischer Journalist dieser Darstellung deutlich.
Offizielles Angebot laut spanischen Medien
Laut „Mundo Deportivo“ hat PSV Eindhoven Girona ein konkretes Angebot für den 26-jährigen Mittelfeldspieler unterbreitet. Die Ausstiegsklausel von 25 Millionen Euro solle dabei nicht gezogen werden, dennoch erhoffe sich Girona eine spürbare Ablösesumme. Sportdirektor Earnest Stewart wolle den Deal nach Angaben der Zeitung zügig abschließen, um anderen interessierten Klubs zuvorzukommen. Ounahi war nach dem Abstieg Gironas ohnehin als Wechselkandidat gehandelt worden, nachdem er die marokkanische Nationalmannschaft bei der WM 2026 bis ins Viertelfinale begleitet hatte.
Dementi aus Eindhoven folgt prompt
Die Version aus Spanien hielt allerdings nicht lange stand: Jeroen Kapteijns von „De Telegraaf“ widersprach dem Bericht direkt und erklärte, ein Wechsel Ounahis zu PSV stehe „derzeit nicht zur Debatte“. Der Mittelfeldspieler sei zwar in der Vergangenheit auf der Liste der Eindhovener gestanden, die Verpflichtungen von Kodai Sano und Sven Mijnans hätten das PSV-Mittelfeld inzwischen aber weitgehend aufgefüllt. PSV konzentriere sich stattdessen auf Verstärkungen im Angriff und auf den Außenbahnen. Ob Ounahi damit für die Eindhovener tatsächlich vom Tisch ist, bleibt trotz des Dementis offen – zumal sich beide Seiten bislang öffentlich nicht direkt geäußert haben.
Ajax weiterhin interessiert, Zeitdruck wächst
Neben PSV wird Ounahi seit Wochen mit Ajax Amsterdam in Verbindung gebracht, wo er mit seinem früheren Girona-Trainer Míchel zusammenarbeiten könnte – dortige Gespräche sollen zuletzt allerdings ins Stocken geraten sein. Auch Hull City, Ipswich Town und der saudi-arabische Klub Al-Ittihad wurden im Sommer bereits als mögliche Stationen gehandelt. Fest steht bislang nur: Ounahi ist weiterhin Girona-Spieler, sein Verein hat nach dem Abstieg aber ein klares Interesse an einem Transfer vor Ende der Wechselperiode. Mit dem nahenden Schließen mehrerer europäischer Transferfenster dürfte sich die Personalie in den kommenden Tagen weiter zuspitzen.
Quellen: Morocco World News, Morocco World News

