
Der marokkanische Wissenschaftler Rachid Yazami hat vom US-Patentamt USPTO ein neues Patent für eine Methode zur frühzeitigen Erkennung interner Kurzschlüsse in Batterien erhalten. Das Verfahren soll helfen, den gefährlichen Prozess des sogenannten thermischen Durchgehens frühzeitig zu erkennen – eine der Hauptursachen für Batteriebrände und -explosionen, insbesondere bei Elektrofahrzeugen.
Yazami, geboren in Fès, gilt als einer der einflussreichsten Batterieforscher weltweit: Er ist Miterfinder der Grafit-Anode für Lithium-Ionen-Akkus, jener Technologie, die heute in den allermeisten wiederaufladbaren Batterien von Smartphones bis Elektroautos zum Einsatz kommt. Über seine gesamte Karriere hinweg hält er mittlerweile mehr als 180 Patente im Bereich der Batterietechnik.
Heute forscht Yazami als leitender Wissenschaftler und Programmdirektor für Energiespeicherung am Energieforschungsinstitut der Nanyang Technological University in Singapur. Für seine Arbeit wurde er bereits mehrfach international ausgezeichnet, unter anderem mit der IEEE-Medaille für Umwelt- und Sicherheitstechnologien, dem Draper-Preis, dem marokkanischen Königsorden sowie 2023 mit dem VinFuture-Hauptpreis in Hanoi.
Das neue Patent reiht sich in eine Serie kontinuierlicher Weiterentwicklungen seiner Sicherheitsforschung ein und ist angesichts des weltweit wachsenden Marktes für Elektrofahrzeuge – einer Branche, die auch für Marokkos eigene Automobilindustrie zunehmend an Bedeutung gewinnt – von besonderer Aktualität. Batteriesicherheit gilt neben Reichweite und Ladezeit als eine der zentralen technischen Herausforderungen der Elektromobilität.
Quelle: Moroccan World News, Yabiladi


