487 Millionen Dollar: AfDB unterstützt Marokkos Reformen und Klimaresilienz

Hochhäuser und Baukräne im Geschäftsviertel Casablanca Finance City (Symbolbild)
Foto: Turdyfirst, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) stellt Marokko 487 Millionen US-Dollar für Wirtschaftsreformen und den Schutz vor Klimafolgen bereit. Der Verwaltungsrat der Bank billigte das Paket am 21. Oktober, die offizielle Mitteilung folgte einen Tag später. Das Geld fließt in die dritte Phase des „Programms zur Stärkung der wirtschaftlichen Governance und der Resilienz gegenüber dem Klimawandel“ (PGRCC).

Mehr Privatwirtschaft, schlankerer Staat

Die erste Komponente des Programms zielt auf das Handeln des Staates. Vorgesehen sind die Umstrukturierung des Portfolios öffentlicher Unternehmen, die Modernisierung des Rahmens für öffentlich-private Partnerschaften und ein besseres Geschäftsumfeld. Die Rolle des Privatsektors bei Investitionen und Wertschöpfung soll wachsen, während sich der Staat stärker auf seine Kernaufgaben konzentriert. Besonders profitieren sollen kleine und mittlere Unternehmen, Innovation und die Einbindung in globale Wertschöpfungsketten.

Wasser und Strom im Fokus der zweiten Komponente

Die zweite Komponente betrifft Klima und Energie. Die Governance im Wasser- und im Elektrizitätssektor soll modernisiert werden, außerdem sollen Klimafragen stärker in die öffentliche Politik einfließen. Damit unterstützt das Programm den Übergang zu einer emissionsärmeren Wirtschaft.

Puffer gegen externe Schocks

Die Finanzierung läuft über den „Global Energy and Fertiliser Crisis Response Framework“ der Bankengruppe. Er soll Marokko helfen, die Folgen der Krise im Nahen Osten abzufedern, die Energie- und Transportkosten in die Höhe getrieben hat. Zugleich soll der finanzielle Spielraum des Staates und die Finanzierung prioritärer Ausgaben erhalten bleiben.

Abdoulaye Coulibaly, Direktor für Governance und Wirtschaftsreformen bei der AfDB-Gruppe, sagte: „Unser Ziel ist es, externe Schocks abzufedern, seien sie wirtschaftlicher, energiebezogener oder klimabedingter Art.“ Achraf Tarsim, Länderverantwortlicher der Bank für Marokko, erklärte: „Marokko hat sich entschieden zu handeln und seine Reformen trotz externer Schocks fortzusetzen.“

Die Bankengruppe ist seit Langem ein wichtiger Partner des Landes: Seit 1978 hat sie nach eigenen Angaben knapp 15 Milliarden Euro für mehr als 150 Projekte in Marokko mobilisiert, darunter Verkehr, Energie, Wasser und Abwasser, Landwirtschaft und Sozialschutz. Die jüngste Zusage fällt in eine Phase, in der die neue Regierung unter El Mansouri ihr Wirtschaftsprogramm vorgelegt hat.

Quellen: AfDB, Yabiladi, Morocco World News

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