
Die Transfersperre gegen Fenerbahçe ist bereits wieder Geschichte: Wie der Istanbuler Klub mitteilte, hat der Verein den von Sevilla geforderten Betrag beglichen, die FIFA-Restriktion wurde daraufhin aufgehoben. Nur wenige Tage zuvor hatte der Weltverband den türkischen Traditionsklub wegen offener Zahlungen im Fall des marokkanischen Stürmers Youssef En-Nesyri für drei Transferperioden gesperrt.
Was zur Sperre geführt hatte
Auslöser war der Wechsel En-Nesyris im Sommer 2024 von Sevilla nach Istanbul, der mit einer Ablöse von 19,5 Millionen Euro verbunden war. Der Streit entzündete sich nach Berichten an verspäteten Ratenzahlungen sowie an der Forderung des spanischen Klubs, eine weitere fällige Rate vorzuziehen. Weil Fenerbahçe nicht fristgerecht zahlte, verhängte die FIFA ein Registrierungsverbot für neue Spieler. Wir hatten über die Sperre am 27. September berichtet.
Klub: Beschränkung nach Zahlung entfernt
Nach Angaben der von AfricaSoccer und Goal wiedergegebenen Vereinsmitteilung sei die Einschränkung entfernt worden, nachdem der geforderte Betrag bezahlt wurde. Fenerbahçe kann demnach ab dem Winter-Transferfenster im Januar wieder ohne Beschränkungen Spieler registrieren. Wie hoch die gezahlte Summe genau war, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor. Eine eigenständige Bestätigung durch die FIFA lag uns zum Redaktionsschluss nicht vor; die Darstellung beruht auf der Klubmitteilung.
En-Nesyris Weg nach Saudi-Arabien
En-Nesyri selbst ist von dem Streit sportlich nicht mehr betroffen. Der marokkanische Nationalstürmer bestritt für Fenerbahçe 79 Pflichtspiele und erzielte dabei 38 Tore bei 8 Vorlagen, ehe er im Winter 2026 für rund 15 Millionen Euro zu Al-Ittihad in die Saudi Pro League wechselte. Der Fall zeigt, wie lange finanzielle Nachwirkungen großer Transfers einen Klub beschäftigen können – und dass Fenerbahçe nach dem Sommer nun wieder Planungssicherheit für die Winterperiode hat.
Für die Atlas-Löwen bleibt der Vorgang eine Randnotiz, für Fenerbahçe jedoch eine wichtige Entlastung: Ohne die Aufhebung hätte der Klub auch im kommenden Winter sowie in der nächsten Sommerperiode keine Neuzugänge verpflichten dürfen. Zuletzt waren auch mehrere marokkanische Profis mit dem Klub in Verbindung gebracht worden.
Quellen: AfricaSoccer, Goal.com


