Waldbrand bei Larache nach drei Tagen eingedämmt: 98 Hektar Wald zerstört

Canadair-Löschflugzeug nimmt Wasser auf (Symbolbild)
Foto: Marek Ślusarczyk (Tupungato), Lizenz CC BY 3.0, Quelle: Wikimedia Commons

Nach drei Tagen Großeinsatz ist der Waldbrand in der nordmarokkanischen Provinz Larache unter Kontrolle. Das Feuer im Taoula-Wald in der Gemeinde Zaaroura hat nach der endgültigen Schadensbilanz 98 Hektar Waldfläche zerstört, wie die Wasser- und Forstbehörde ANEF mitteilte.

Großeinsatz aus der Luft und am Boden

Das Feuer war am Dienstag, dem 13. Oktober, gegen 11 Uhr ausgebrochen, an der Straße zwischen Beni Arous und Ksar El Kébir. Drei Canadair-Löschflugzeuge der Königlichen Luftwaffe flogen nach Angaben von Le360 bereits am ersten Tag mehr als sieben Einsätze und warfen mehrere Tonnen Wasser ab. Am Boden waren Zivilschutz, ANEF, Gendarmerie, Hilfskräfte und lokale Behörden im Einsatz, rund 120 Kräfte allein in der Anfangsphase; auch Anwohner packten mit an.

Starker Wind und das bergige Gelände erschwerten die Löscharbeiten und ließen die Flammen immer wieder um sich greifen. Eine vorläufige Schätzung ging zwischenzeitlich noch von rund 50 Hektar aus, die vor allem dichten Wald, trockenes Gras und Buschwerk betrafen.

Behörde: Löschteams bleiben vor Ort

Mohamed El Hakam, Provinzdirektor der Nationalen Agentur für Wasser und Forsten (ANEF) in Larache, erklärte gegenüber dem Sender SNRT News, die anhaltenden Löscharbeiten, bei denen die Canadair-Maschinen eine Schlüsselrolle spielten, hätten den Brand eingedämmt. Er nannte auch die endgültige Bilanz von 98 Hektar. Die Teams würden vor Ort bleiben, bis alle Glutnester gelöscht seien und sich der Rauch verzogen habe, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Ursache weiter unklar

Die Brandursache ist bislang nicht geklärt. Nach Medienberichten spekulieren manche Anwohner über Brandstiftung; die Behörden haben dies nicht bestätigt, Ermittlungen laufen. Die Region war zuvor von der ANEF wegen der hohen Temperaturen als waldbrandgefährdet eingestuft worden. Bereits im September hatte die Behörde für mehrere Provinzen die höchste Warnstufe ausgerufen. Auch im August hatte ein Feuer bei Chefchaouen tagelang Einsatzkräfte gebunden.

Verletzte oder Todesopfer wurden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.

Quellen: Morocco World News, Le360, Le360 (Zwischenstand)

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