Amrabat vor dem nächsten Wechsel: Fenerbahçe drängt, Sevilla und Al-Ittihad handeln

Sofyan Amrabats Zukunft bei Fenerbahçe ist so ungewiss wie selten zuvor. Der türkische Rekordmeister plant für die kommende Saison einen radikalen Kaderumbau – und der marokkanische Nationalspieler gehört nicht mehr zu den Planungen von Trainer İsmail Kartal. Gleich mehrere Vereine aus drei Ligen buhlen inzwischen um den 29-jährigen Mittelfeldmann, während sich der Poker um seine Ablöse zuspitzt.

Vom Leihdrama bei Betis zurück ins Ungewisse

Amrabat war erst vor rund einem Jahr auf Leihbasis zu Real Betis gewechselt, ehe eine schwere Verletzung im November seine Spielzeit in Sevilla praktisch beendete. Der spanische Klub hat daraufhin die vereinbarte Kaufoption ruhen lassen – eine feste Verpflichtung kam damit für Betis vorerst nicht infrage. Zurück in Istanbul, findet sich Amrabat nun in einer Situation wieder, die viele Marokkaner im Ausland kennen: gut, aber nicht mehr gewollt.

Drei Optionen, ein Sommer voller Gerüchte

Fenerbahçe hatte in den vergangenen Wochen Angebote unter zehn Millionen Euro noch abgelehnt, ist laut türkischen Medien inzwischen aber deutlich gesprächsbereiter geworden. Der saudi-arabische Spitzenklub Al-Ittihad soll ein Angebot von bis zu 20 Millionen Euro vorgelegt haben – eine Summe, die Fenerbahçes ursprüngliche Preisvorstellung von rund acht Millionen Euro deutlich übertrifft. Parallel dazu verhandelt der FC Sevilla über eine Leihe, bei der der spanische Erstligist Amrabats Gehalt vollständig übernehmen würde.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie international der Markt um marokkanische Nationalspieler inzwischen tickt: Saudi-Arabien lockt mit Gehältern, La Liga mit sportlicher Perspektive – und Amrabat selbst muss entscheiden, ob er seine Zukunft am Bosporus, in Andalusien oder am Persischen Golf sucht.

Was für den Nationalspieler auf dem Spiel steht

Für die Atlas-Löwen ist der Ausgang der Personalie nicht unwichtig: Amrabat gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Abräumer im marokkanischen Mittelfeld. Regelmäßige Spielpraxis auf hohem Niveau – ob in Sevilla, Dschidda oder weiterhin in Istanbul – dürfte für seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft entscheidend sein. Eine Einigung wird noch vor dem Ende der jeweiligen Transferfenster in Spanien, der Türkei und Saudi-Arabien erwartet.

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