
Marokko will seine digitale Wirtschaft in den kommenden Jahren deutlich stärken. Kernstück ist die Strategie „Maroc Digital 2030“, mit der die Regierung den digitalen Wandel des Landes systematisch vorantreiben will – von der Verwaltung über die Infrastruktur bis zur Förderung junger Technologieunternehmen.
Ein zentrales Element ist ein neues Venture-Building-Programm mit einem Volumen von rund 700 Millionen Dirham (umgerechnet etwa 65 Millionen Euro). Über drei Jahre sollen damit mehr als 800 digitale Startups unterstützt werden – von der Gründungsphase bis zur Skalierung. Im Fokus stehen Wachstumsbranchen wie Fintech, Logistiktechnologie, Agrartechnologie (Agritech) und Künstliche Intelligenz.
Parallel dazu investiert Marokko in die digitale Grundversorgung des Landes: Bis Ende 2026 sollen rund 1.800 ländliche Ortschaften an schnelles Internet angeschlossen werden. Damit soll die digitale Kluft zwischen den urbanen Zentren wie Casablanca oder Rabat und ländlichen Regionen verringert werden – eine Voraussetzung dafür, dass auch abgelegenere Landesteile von E-Commerce, digitalen Verwaltungsdiensten und neuen Geschäftsmodellen profitieren können.
Casablanca hat sich in den vergangenen Jahren als wichtigster Startup- und Finanzstandort des Landes etabliert, unter anderem rund um das Finanzviertel Casablanca Finance City. Mit der neuen Förderoffensive will Marokko diese Position ausbauen und sich als digitales Drehkreuz für Westafrika positionieren.
Quelle: Ministerium für digitalen Übergang und Verwaltungsreform

