Operation Marhaba 2026 beendet: Stiftung bestätigt 4,1 Millionen Reisebewegungen von Auslandsmarokkanern

Die Operation Marhaba 2026 ist beendet: In der Nacht zum 16. September lief am Hafen Tanger Med die letzte Phase der jährlichen Großoperation zur Ein- und Ausreise der im Ausland lebenden Marokkanerinnen und Marokkaner (MRE) aus. Vom 10. Juni bis zum 15. September waren landesweit und im Ausland 26 Anlaufstellen im Einsatz, koordiniert von der Mohammed-V-Stiftung für Solidarität unter der direkten Aufsicht von König Mohammed VI.

Mehr als 2,7 Millionen Einreisen

Nach vorläufiger Bilanz reisten während der diesjährigen Operation rund 2.741.570 Auslandsmarokkaner über die Grenzen des Landes ein – ein leichtes Plus von 0,45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Über See kamen 1.430.811 Reisende, also gut 52 Prozent aller Einreisenden, wobei Tanger Med mit 512.693 Passagieren mit Abstand den größten Anteil abfertigte, gefolgt von Nador (200.013) und Tanger Ville (168.240). Auf dem Luftweg kamen 1.310.759 MRE ins Land, allen voran über den Flughafen Casablanca-Mohammed V (333.490), vor Marrakesch-Menara (225.086), Tanger-Ibn Battouta (167.147), Nador (119.487) und Rabat-Salé (119.452).

Weniger Fahrzeuge trotz stabiler Passagierzahlen

Auffällig ist ein Rückgang bei den Fahrzeugeinreisen: Sie sanken um 12,43 Prozent auf 287.518 Fahrzeuge. Beobachter führen dies vor allem auf gestiegene Reisekosten zurück, die viele MRE dazu bewogen haben, Fahrgemeinschaften zu bilden, statt einzeln mit dem eigenen Wagen anzureisen. Den bislang stärksten Einzeltag verzeichnete Tanger Med am 2. August mit 31.917 Passagieren und 8.612 Fahrzeugen – ein Plus von jeweils rund 4 beziehungsweise 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr –, wobei die durchschnittliche Abfertigungszeit trotz des Andrangs unter 15 Minuten blieb. Auch auf der spanischen Seite der Meerenge war der Andrang enorm: Allein bis Mitte Juli wurden über die Häfen Algeciras und Tarifa zusammen mehr als 759.000 Passagiere und knapp 189.000 Fahrzeuge in Richtung Marokko abgefertigt.

Ruhiger Abschluss nach turbulentem Sommer

Nach Angaben der Organisatoren verlief auch die Rückreisephase im August und September weitgehend geordnet. Reisende berichteten von klaren Anweisungen und Orientierungshilfen an den Terminals, die ein zügiges Boarding ermöglicht hätten. An den Anlaufstellen boten Mitarbeitende der Stiftung während der gesamten Operation soziale Unterstützung und medizinische Versorgung an – ein Angebot, das nach Angaben der Organisatoren von vielen Familien auf der Durchreise genutzt wurde. Für kommende Ausgaben kündigten die Behörden bereits an, die Rückreise künftig stärker über ein System fester Ticket-Termine zu steuern, um den Ausreiseverkehr gleichmäßiger zu verteilen und Staus an den Terminals zu vermeiden.

Offizielle Gesamtbilanz bestätigt: über 4,1 Millionen Reisebewegungen

Die Mohammed-V-Stiftung für Solidarität hat inzwischen ihre offizielle Gesamtbilanz vorgelegt: Über die gesamte Operation hinweg – Hin- und Rückreise zusammengenommen – zählte die Stiftung 4.137.594 Reisebewegungen von Auslandsmarokkanern, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber der Ausgabe 2025. Insgesamt wurden 66.993 Personen direkt von den Teams der Stiftung unterstützt, dazu kamen 14.089 administrative, zoll- und rechtliche Interventionen sowie 8.495 medizinische Hilfeleistungen und 787 Fälle von Transportunterstützung. Omar Moussa Abdellah, Projektverantwortlicher der Stiftung, erklärte, die Ausgabe 2026 sei „unter guten Bedingungen“ verlaufen; die Teams der Stiftung hätten in Notfällen jeweils schnell eingegriffen, um Familien zu beruhigen, zu orientieren und die nötigen Formalitäten zu erleichtern.

Quellen: TelQuel, La Vie Éco, Hespress

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