Solidaritätsbotschaft an Riad: König Mohammed VI. verurteilt Houthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

König Mohammed VI. bei einem diplomatischen Empfang im Ausland (Symbolbild)
Foto: Mayiik Ayii Deng, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

König Mohammed VI. hat sich in Botschaften an den saudischen König Salman bin Abdulaziz und Kronprinz Mohammed bin Salman mit Saudi-Arabien solidarisch erklärt und die jüngsten Angriffe der jemenitischen Houthi-Miliz auf das Königreich scharf verurteilt. Wie der marokkanische Königshof am Sonntag mitteilte, betonte der Monarch, jede Aggression gegen Saudi-Arabien sei eine Aggression gegen Marokko selbst.

„Jede Aggression gegen Saudi-Arabien ist eine Aggression gegen Marokko“

In seinen Botschaften unterstrich König Mohammed VI. die uneingeschränkte Unterstützung Rabats für die Sicherheit und Stabilität des Golfkönigreichs. Besondere Empörung äußerte der Monarch darüber, dass sich die Angriffe nicht nur gegen zivile und wirtschaftliche Einrichtungen sowie Wohngebiete richteten, sondern auch in die Nähe der heiligen Stätten des Islam in Mekka und Medina reichten. Nach den Worten des Königshofs handele es sich um „verzweifelte, verwerfliche und abscheuliche Versuche“, die heiligsten Orte der Welt ins Visier zu nehmen – ein Umstand, der die Verurteilung durch Marokko noch verschärfe.

Verweis auf UN-Resolutionen

König Mohammed VI. stufte die Houthi-Angriffe zudem als Verstoß gegen das Völkerrecht ein, insbesondere gegen die UN-Sicherheitsratsresolutionen 2216 aus dem Jahr 2015 und 2722 aus dem Jahr 2024, mit denen die internationale Gemeinschaft wiederholt Waffenlieferungen an die Miliz und Angriffe auf die Schifffahrt im Roten Meer verurteilt hatte. Die Taten dürften „nicht ungestraft bleiben“, hieß es in der Botschaft. Damit reiht sich Marokko in eine Reihe arabischer und internationaler Solidaritätsbekundungen mit Riad ein und unterstreicht erneut die engen Beziehungen zwischen den beiden Königshäusern.

Neue Angriffswelle auf Riad und den Süden des Landes

Die Botschaften aus Rabat folgen auf eine neue Eskalation im Konflikt zwischen der von Iran unterstützten Houthi-Miliz und der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition. Nach Angaben der Koalition wurden am vergangenen Wochenende mehrere von den Houthi abgefeuerte Drohnen und ballistische Raketen abgefangen, die auf Riad und die südliche Region Khamis Mushait zielten. Die Huthis, die seit Jahren große Teile des Jemen einschließlich der Hauptstadt Sanaa kontrollieren, hatten die Angriffe für sich reklamiert und drohen seit Wochen mit weiteren Attacken auf saudisches Staatsgebiet. Ein offizielles Statement aus Riad zur marokkanischen Solidaritätsbotschaft lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Bestätigung enger marokkanisch-saudischer Beziehungen

Die Geste aus Rabat reiht sich in eine lange Tradition gegenseitiger politischer Rückendeckung zwischen den beiden Königshäusern ein. Marokko und Saudi-Arabien pflegen seit Jahrzehnten enge wirtschaftliche und sicherheitspolitische Beziehungen, die sich zuletzt unter anderem in milliardenschweren saudischen Investitionen in Marokko sowie in gemeinsamen Positionen innerhalb der Organisation für Islamische Zusammenarbeit niedergeschlagen haben. Beobachter werten die erneute Solidaritätsbotschaft als Signal dafür, dass Rabat seine außenpolitische Linie einer engen Anbindung an die Golfmonarchien auch in Zeiten wachsender regionaler Spannungen konsequent fortsetzt.

Quellen: Hespress English, Euronews

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