
In der nordmarokkanischen Provinz Chefchaouen haben Einsatzkräfte einen mehrtägigen Waldbrand nahezu unter Kontrolle gebracht. Der Brand im Tazart-Wald war vor vier Tagen ausgebrochen und hatte nach vorläufigen Angaben rund 15 Hektar Wald vernichtet, bevor die Flammen an allen Fronten eingedämmt werden konnten.
Drohnen mit Wärmebildkameras im Einsatz
Am Samstag arbeiteten die Teams vor Ort noch daran, letzte Glutnester zu löschen. Die Behörden wollen den Brand offiziell erst dann für vollständig gelöscht erklären, wenn auch Wurzeln und anderes Material entfernt sind, das bei starkem Wind erneut Feuer fangen könnte. Zum Aufspüren solcher Glutnester setzen die Einsatzkräfte Drohnen mit Wärmebildkameras ein, die ihre Positionen an die Einsatzzentrale übermitteln, von wo aus die Bodentrupps gezielt dorthin gelenkt werden. Insgesamt waren rund 380 Kräfte mehrerer Rettungsdienste im Einsatz. Löschflugzeuge vom Typ Canadair kamen am ersten Tag zum Einsatz, mussten ihre Löscharbeiten aus der Luft wegen starker Winde und dichter Bewölkung anschließend aber unterbrechen. Niedrigere Temperaturen und schwächere Winde an den folgenden beiden Tagen erleichterten es den Teams schließlich, des Feuers trotz dichter Vegetation und schwierigen Geländes Herr zu werden.
Bereits zweiter Waldbrand in der Region binnen kurzer Zeit
Der Tazart-Brand folgte nur wenige Tage auf ein weiteres Feuer im Nationalpark Talassemtane, ebenfalls in der Provinz Chefchaouen gelegen, dem rund 65 Hektar Wald zum Opfer fielen. Die waldreiche Rif-Region gilt wegen ihrer ausgedehnten Bewaldung und der sommerlichen Wetterbedingungen regelmäßig als besonders gefährdet und steht in den heißen Monaten unter erhöhter Brandwarnstufe. Bereits Anfang August hatte ein von einer Bohrmaschine ausgelöster Brand im Wald von Khandaq Al Kahla in derselben Provinz rund 30 Hektar Kork-Eichenbestand zerstört.
Quellen: Hespress English


