500-Megawatt-Windpark soll Batteriefabrik in Kénitra versorgen

Der saudische Energiekonzern ACWA Power hat gemeinsam mit Gotion Power Morocco den Bau eines Windparks mit einer Kapazität von 500 Megawatt in der Region Kénitra angekündigt. Das Investitionsvolumen des Projekts liegt bei rund 800 Millionen US-Dollar. Besonders macht das Vorhaben eine integrierte Energiespeicherlösung mit einer Kapazität von 2.000 Megawattstunden.

Der erzeugte Strom soll künftig eine Batteriefabrik von Gotion Power in Kénitra versorgen, die in der ersten Jahreshälfte 2026 den Betrieb aufnehmen soll. Die geplante „Gigafactory“ soll bei voller Auslastung bis zu 100 Gigawattstunden Batteriekapazität pro Jahr produzieren – eine Menge, die rechnerisch für die Versorgung von knapp zwei Millionen Elektrofahrzeugen ausreichen würde.

Durch die Kopplung von Windpark und Speicher an die Fabrik sollen die in Marokko produzierten Batteriezellen einen deutlich reduzierten CO2-Fußabdruck aufweisen. Das soll ihnen einen Wettbewerbsvorteil auf dem europäischen Markt verschaffen, wo Hersteller zunehmend unter Druck stehen, den ökologischen Fußabdruck ihrer Lieferketten offenzulegen und zu senken.

Das Projekt fügt sich in Marokkos Strategie ein, sich als Drehscheibe für die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge zu etablieren. Das Land verfügt über Rohstoffvorkommen, günstige Energiekosten durch den Ausbau von Wind- und Solarkraft sowie eine geografische Nähe zu den europäischen Absatzmärkten – Faktoren, die in den vergangenen Jahren mehrere internationale Batteriehersteller ins Land gelockt haben.

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