Fünf Fischer vermisst: Suche nach Boot „Lalla Khadija“ vor Safi geht weiter

Dicht gedrängte blaue Holzboote traditioneller Fischer in einem marokkanischen Hafen (Symbolbild)
Foto: Elgaard, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Vor der Atlantikküste von Safi werden seit mehreren Tagen fünf Fischer vermisst. Wie das Ministerium für Seefischerei am Sonntag mitteilte, kehrte das traditionelle Fischerboot „Lalla Khadija“ nicht von seiner Ausfahrt zurück. Die Suche läuft nach Behördenangaben weiter, über das Schicksal der Besatzung gibt es bislang keine gesicherten Informationen.

Ausfahrt am Donnerstag, Alarm am Freitag

Das Boot war am Donnerstag aus dem Hafen von Safi ausgelaufen und sollte am folgenden Tag zurückkehren. Als es ausblieb, alarmierte der Eigner gegen 17 Uhr am Freitag die Behörden. Seitdem koordiniert das Maritime Such- und Rettungszentrum in Bouznika den Einsatz.

Nach Angaben des Ministeriums sind Rettungsboote aus den Häfen von Safi und Agadir im Einsatz. Zusätzlich wurden Fischerboote und Handelsschiffe, die sich in der Region aufhielten, zur Mithilfe umgeleitet. Aus der Luft suchen zwei Hubschrauber der Königlichen Gendarmerie und der Königlichen Marine das Seegebiet ab und haben bereits mehrere Flüge absolviert.

Schwierige Wetter- und Seebedingungen

Die Einsatzkräfte arbeiten unter erschwerten Bedingungen: Das Ministerium verwies ausdrücklich auf „schwierige Wetter- und Seebedingungen“, die die Suche behinderten. Bis Montag konnte die Behörde weder den Standort des Bootes bestätigen noch Angaben zum Verbleib der Männer machen. Auch die Ursache des Verschwindens ist ungeklärt. Das Ministerium kündigte an, über neue Erkenntnisse zu informieren, sobald verlässliche Informationen vorliegen.

Sorge in Safi

In Safi, wo die Fischerei eine zentrale Einkommensquelle ist, löst der Fall große Sorge bei Familien und Kollegen der Vermissten aus. Lokalen Berichten zufolge gelten die fünf Männer weiterhin als vermisst. Unglücke mit kleinen, traditionellen Booten vor der marokkanischen Atlantikküste sind keine Seltenheit, da diese Fahrzeuge bei rauer See besonders gefährdet sind.

Wir halten Sie über den weiteren Verlauf der Suche auf dem Laufenden.

Quellen: Morocco World News

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