
Auf der Autobahn zwischen Casablanca und Agadir sind in der Nacht auf Samstag, den 31. Oktober, vier Menschen bei einer Massenkarambolage ums Leben gekommen, 32 weitere wurden verletzt. Das teilte die Autobahngesellschaft Autoroutes du Maroc (ADM) mit. Die Behörden untersuchen die genauen Umstände des Unfalls.
Reifenpanne löst Kettenreaktion aus
Nach Angaben von ADM hatte ein Lastwagen wegen eines Reifenschadens auf dem Standstreifen angehalten. Zwei nachfolgende Fahrzeuge bremsten daraufhin ab, ein Bus fuhr auf sie auf. In die erste Kollision waren demnach ein Bus, zwei Pkw und ein Lkw verwickelt. Rund 100 Meter weiter kam es zu einem zweiten Zusammenstoß mit drei Pkw und zwei Lastwagen. Dabei entstand nur Sachschaden, Verletzte gab es dort nicht.
Unter den 32 Verletzten des ersten Unfalls sind vier Schwerverletzte, 28 erlitten leichte Verletzungen. Rettungsdienste, die Königliche Gendarmerie und lokale Behörden waren im Einsatz.
Sperrung und Umleitung
Der Verkehr in Richtung Agadir wurde zwischen 2.40 Uhr und 3.10 Uhr unterbrochen und über die Anschlussstelle Argana umgeleitet. Die Einsatzmaßnahmen waren um 7.34 Uhr abgeschlossen. Wörtliche Zitate von Amtsträgern liegen bislang nicht vor, sämtliche Angaben stammen von ADM.
Verkehrssicherheit bleibt Thema
Der Unfall fällt in eine Woche, in der die Verkehrssicherheit in Marokko ohnehin im Fokus steht: Erst kürzlich meldeten die Städte binnen sieben Tagen 2.241 Unfälle mit 23 Toten. Ob im aktuellen Fall neben der Reifenpanne weitere Faktoren wie Geschwindigkeit oder Abstand eine Rolle spielten, ist offen und Gegenstand der Ermittlungen.
Quellen: Hespress English


