Vom Fußballverband in die Politik: Fouzi Lekjaa tritt PAM bei, Spekulationen über Regierungsamt

Foto: Amsttu, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Fouzi Lekjaa, Marokkos Delegierter Minister für Haushalt und Präsident des Königlichen Marokkanischen Fußballverbands FRMF, ist offiziell der Partei Authenticity and Modernity (PAM) beigetreten. Der Schritt vor den Parlamentswahlen am 23. September nährt Spekulationen, dass der einflussreiche Technokrat eine zentrale Rolle in der nächsten Regierung übernehmen könnte.

Aufnahme ins Politbüro der PAM

PAM-Koordinatorin Fatima-Zahra El Mansouri gab Lekjaas Berufung ins Politbüro der Partei während einer Sitzung des Nationalrats in Salé bekannt. Für PAM ist die Verpflichtung eines der bekanntesten und einflussreichsten Amtsträger des Landes ein bedeutender politischer Gewinn, während der Wahlkampf vor der Abstimmung im September zunehmend an Fahrt aufnimmt.

Spekulationen um die „WM-2030-Regierung“

Lekjaas politischer Aufstieg wird von Beobachtern bereits mit dem Schlagwort der „WM-2030-Regierung“ verknüpft: Als Haushaltsminister und zugleich Kopf des Fußballverbands gilt er vielen als idealer Kandidat, um Marokkos wirtschaftliche und sportliche Großprojekte – allen voran die Vorbereitung auf die gemeinsam mit Spanien und Portugal ausgerichtete Weltmeisterschaft 2030 – aus einer Hand zu steuern. Einige Kommentatoren bringen ihn sogar als möglichen künftigen Regierungschef ins Gespräch.

Ein Trend über Marokko hinaus

Lekjaas Wechsel in die Parteipolitik steht dabei exemplarisch für eine breitere Entwicklung: National erfolgreiche, technokratisch geprägte Amtsträger werden zunehmend selbst zu eigenständigen politischen Machtfaktoren – ein Muster, das sich nicht nur in Marokko, sondern in vielen politischen Systemen beobachten lässt. Ob sich die Spekulationen um eine Führungsrolle Lekjaas nach den Wahlen bewahrheiten, dürfte sich erst nach der Bildung der neuen Regierung im Herbst zeigen.

Quellen: Al Jazeera

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