Ceuta rüstet sich für möglichen neuen Massenansturm am 15. August

Contando Estrelas
Foto: Contando Estrelas, Lizenz CC BY-SA 2.0, Quelle: Wikimedia Commons

Spanien rüstet sich für einen möglichen neuen Massenansturm auf Ceuta: Das spanische Verteidigungsministerium hat sämtlichen Urlaub für die in der Exklave stationierten Militärangehörigen bis auf Weiteres gestrichen. Hintergrund sind Online-Aufrufe zu einem neuen Massenübertritt am 15. August.

Spanische Marine-Fregatte
Foto: Contando Estrelas, Lizenz CC BY-SA 2.0, Quelle: Wikimedia Commons

Zwei Fregatten und schwimmende Sperre vor der Küste

Die Maßnahme soll die Einsatzbereitschaft der Truppen erhöhen und eine Wiederholung der Ereignisse vom 30. Juli verhindern, als mehr als 72.000 Menschen von Marokko aus nach Ceuta gelangten. Zur Absicherung hat Spanien inzwischen zwei Fregatten vor der Küste Ceutas postiert und eine schwimmende Sperre in den umliegenden Gewässern installiert. Zusätzlich wurden 45 weitere Einsatzkräfte der nationalen Polizei sowie 160 Guardia-Civil-Beamte für den Schutz der Stadt und weitere 60 zur Überwachung der Umgebung abgestellt.

Oberbefehl ordnet permanente Einsatzbereitschaft an

Der Oberbefehlshaber Ceutas hat sämtliches stationiertes Militärpersonal angewiesen, jederzeit verfügbar zu bleiben, um einen erneuten Versuch eines Massenübertritts zu verhindern. Die Anordnung erfolgt rund zwei Wochen nach dem bislang größten Vorfall dieser Art in der Geschichte der Exklave und unterstreicht, wie ernst spanische Behörden die anhaltenden Mobilisierungsaufrufe in sozialen Netzwerken nehmen.

Test für die neue EU-Faktencheck-Kooperation

Die Situation rund um den 15. August gilt zugleich als erste ernsthafte Bewährungsprobe für den erst kürzlich vereinbarten Faktencheck-Mechanismus zwischen der EU, Meta und TikTok, der gezielt gegen irreführende Mobilisierungsinhalte rund um Grenzübertritte vorgehen soll. Ob die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen und die neue Kooperation mit den Plattformbetreibern einen erneuten Massenansturm tatsächlich verhindern können, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen.

Quellen: Morocco World News, Yabiladi

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