Diesel nähert sich der 15-Dirham-Marke: Dritte Erhöhung in Folge, Benzin dagegen billiger

Tankstelle in Marokko mit Zapfsäulen
Foto: Abdeaitali, Lizenz CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

An Marokkos Zapfsäulen setzt sich die Talfahrt der Kaufkraft fort: Seit der Nacht von Sonntag auf Montag kostet ein Liter Diesel 65 Rappen mehr, während Benzin überraschend um 30 Rappen billiger wird. Damit nähert sich der Dieselpreis erstmals der psychologisch wichtigen Marke von 15 Dirham pro Liter – nach Angaben von Branchenvertretern liegt er nun bei rund 14,95 Dirham, verglichen mit etwa 14,30 Dirham zuvor. Benzin kostet dagegen nur noch etwa 14,94 Dirham, nachdem der Preis zuvor bei rund 15,24 Dirham lag.

Dritte Dieselerhöhung seit Mitte Juli

Die neue Anpassung reiht sich in eine ganze Serie von Preisschritten ein: Nach einem Rückgang von 0,96 Dirham Anfang Juli war der Dieselpreis Mitte Juli bereits um 0,65 bis 0,70 Dirham gestiegen. In der Nacht vom 2. auf den 3. August folgte eine weitere Erhöhung um einen Dirham, die den Liter auf rund 14,30 Dirham brachte. Mit der jüngsten Anhebung um 65 Rappen hat Diesel binnen gut einem Monat somit insgesamt rund 2,30 Dirham pro Liter zugelegt – eine Entwicklung, die vor allem Vielfahrer und transportabhängige Branchen zunehmend belastet.

Benzin schlägt erstmals die Gegenrichtung ein

Ungewöhnlich an der jüngsten Revision ist die gegenläufige Entwicklung bei Benzin: Nach einem Anstieg von rund 0,38 Dirham Mitte Juli und einem weiteren Dirham Anfang August sinkt der Preis nun erstmals wieder um 30 Rappen. Diesel und Benzin, die sich zuletzt noch nahezu im Gleichschritt verteuert hatten, laufen damit erstmals seit Wochen wieder auseinander. Der marokkanische Wettbewerbsrat hatte zuvor in einer Analyse für den Zeitraum März bis Mai festgestellt, dass sich die Preisentwicklung an der Zapfsäule insgesamt eng an den internationalen Notierungen orientiert: Rohölpreise legten demnach um 4,24 Dirham je Liter zu, die Dieselpreise um 4,18 Dirham – eine Differenz von nur 6 Rappen.

Die halbmonatliche Preisrevision, bei der fast alle Anbieter ihre Tarife zeitgleich zum 1. und 16. eines Monats anpassen, steht dabei selbst in der Kritik: Der Wettbewerbsrat bezeichnete diesen starren Rhythmus bereits als Relikt aus der Zeit vor der Marktliberalisierung und drängt die Unternehmen, künftig individuellere Preisstrategien zu verfolgen. Bis eine Reform greift, bleiben es die Verbraucherinnen und Verbraucher, die die Folgen der internationalen Ölmarkt-Volatilität an der Zapfsäule zu spüren bekommen – zumal die Preise je nach Marke, Region und Tankstelle variieren können.

Quellen: Hespress FR

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