„Hollywood Afrikas“: Ouarzazate lockt mit Christopher Nolans „The Odyssey“ erneut Weltkino an

Die Atlas-Filmstudios in Ouarzazate, Marokko

Ouarzazate am Rand der Sahara gilt seit Jahrzehnten als „Hollywood Afrikas“ – und untermauert diesen Ruf 2026 erneut. Für seine mit Spannung erwartete Großproduktion „The Odyssey“ drehte Regisseur Christopher Nolan an mehreren marokkanischen Schauplätzen, darunter Ouarzazate, die Kasbah von Ait Ben Haddou, Essaouira, Marrakesch und Dakhla. Branchenanalysten rechnen damit, dass der Film weltweit deutlich mehr als eine Milliarde US-Dollar einspielen könnte – ein weiterer internationaler Werbeeffekt für den marokkanischen Filmstandort.

Die Region um Ouarzazate mit den berühmten Atlas-Studios sowie die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Kasbah von Ait Ben Haddou waren bereits Schauplatz zahlreicher internationaler Produktionen. Die einzigartige Wüstenlandschaft, die historische Lehmarchitektur und die vergleichsweise günstige und professionelle Infrastruktur machen die Region seit Jahrzehnten attraktiv für Filmemacher.

Marokko unterstützt die Branche gezielt mit finanziellen Anreizen: Produktionen können von einer Rückerstattung von bis zu 30 Prozent der vor Ort ausgegebenen Kosten profitieren, von einer Mehrwertsteuerbefreiung sowie Rabatten von bis zu 80 Prozent auf Ausrüstungsmieten. 2025 flossen dadurch rund 130 Millionen US-Dollar an ausländischen Produktionsinvestitionen ins Land.

Um die Wertschöpfungskette weiter auszubauen, entsteht zwischen Atlasgebirge und Sahara zudem ein neuer Filmkomplex, der künftig Außendrehs, Produktion, Postproduktion, Ausbildung und Vertrieb an einem Standort bündeln soll. Marokko positioniert sich damit nicht nur als Kulisse, sondern zunehmend als eigenständiger Produktionsstandort für die internationale Filmindustrie.

Quelle: Marokkanische Kulturpresse

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