Marokkos künftig größte Straßenbrücke in Laâyoune zur Hälfte fertiggestellt

Stadtansicht von Laâyoune im Süden Marokkos

In Laâyoune im Süden Marokkos nimmt ein bedeutendes Infrastrukturprojekt weiter Gestalt an: Der Bau der Sakia-El-Hamra-Brücke hat die Hälfte der geplanten Bauzeit überschritten. Nach Fertigstellung soll die Brücke, die den gleichnamigen Fluss überspannt, zur größten Straßenbrücke Marokkos werden.

Mit einer Länge von mehr als 1,6 Kilometern und einer Breite von rund 21 Metern ist die Brücke für zwei getrennte Fahrbahnen mit je zwei Spuren sowie Fußgängerwege ausgelegt. Getragen wird das Bauwerk von 15 Spannweiten, deren Fundamente zusammengenommen mehr als neun Kilometer in die Tiefe reichen – ein Hinweis auf die technische Komplexität des Projekts. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,38 Milliarden Dirham, umgerechnet etwa 138 Millionen US-Dollar.

Nach Angaben von Moubarak Fencha, der die für das Projekt zuständige Baubehörde leitet, liegt der Bau derzeit im Zeit- und Qualitätsplan. Das Projekt tritt nun in eine seiner technisch anspruchsvollsten Phasen ein: den Einbau der vorgespannten Betonfahrbahn, der spezialisierte Ausrüstung und hochqualifiziertes Personal erfordert. Gearbeitet wird rund um die Uhr in einem Drei-Schicht-System.

Die Baustelle stellt die beteiligten Ingenieurteams vor besondere Herausforderungen: hohe Luftfeuchtigkeit und Salzgehalt, starker Wind, extreme Sommerhitze und wandernder Sand erschweren die Arbeiten zusätzlich, während einige der anspruchsvollsten Arbeitsschritte in Höhen von bis zu 50 Metern durchgeführt werden.

Die Brücke ist Teil der Schnellstraße zwischen Tiznit und Dakhla und soll künftig den Verkehr am nördlichen Stadteingang von Laâyoune entlasten sowie die Anbindung der südlichen Provinzen Marokkos verbessern. Die Fertigstellung ist derzeit für Juli 2027 vorgesehen.

Quelle: Hespress English

Nach oben scrollen