23 Tote, 2.995 Verletzte: Marokkos Städte verzeichnen in einer Woche 2.241 Verkehrsunfälle

Dichter Stadtverkehr an einer roten Ampel in Casablanca (Symbolbild)
Foto: karel291, Lizenz CC BY 3.0, Quelle: Wikimedia Commons

Auf Marokkos Stadtstraßen sind in der Woche vom 19. bis 25. Oktober 23 Menschen ums Leben gekommen. Wie aus dem wöchentlichen Bericht der Generaldirektion für nationale Sicherheit (DGSN) hervorgeht, registrierte die Polizei innerhalb von sieben Tagen 2.241 Unfälle mit Personenschaden, bei denen 2.995 Menschen verletzt wurden – 132 davon schwer. Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf städtische Gebiete, Straßen außerhalb der Ortschaften sind nicht erfasst.

Unaufmerksamkeit als häufigste Ursache

Als Hauptursache nennt die DGSN die Unaufmerksamkeit von Fahrern. Dahinter folgen die Missachtung der Vorfahrt, der Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug, die Unachtsamkeit von Fußgängern und überhöhte Geschwindigkeit. Zu den weiteren genannten Ursachen zählen unerlaubtes Abbiegen, zu geringer Sicherheitsabstand, das Ignorieren von Verkehrszeichen und Ampeln, Fahren gegen die Fahrtrichtung sowie Trunkenheit am Steuer.

Auffällig ist, dass neben dem Verhalten der Autofahrer auch Fehler von Fußgängern in der Statistik auftauchen. Gerade in dicht befahrenen Zentren wie Casablanca, Rabat oder Tanger treffen Autos, Lieferwagen, Taxis, Motorräder und Fußgänger auf engem Raum aufeinander.

Tausende Verstöße in nur einer Woche

Parallel dazu ging die Polizei verstärkt gegen Verstöße vor. Im selben Zeitraum wurden 52.459 Verkehrsdelikte festgestellt. In 44.269 Fällen verhängten die Beamten Bußgelder auf der Stelle, die zusammen 9,52 Millionen Dirham einbrachten. Weitere 8.190 Vorgänge gingen an die Staatsanwaltschaft.

Zudem wurden 5.606 Fahrzeuge in die Verwahrstelle gebracht, 8.190 Dokumente einbehalten und 509 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen.

Sicherheit auf der Straße bleibt ein Dauerthema

Die Verkehrssicherheit gehört in Marokko seit Jahren zu den drängenden gesellschaftlichen Fragen. Mit dem wachsenden Autobestand, steigenden Passagier- und Touristenzahlen und der Vorbereitung auf große Sportereignisse dürfte das Thema weiter an Bedeutung gewinnen. Die wöchentlichen DGSN-Bilanzen liefern dafür einen regelmäßigen Überblick über Unfallursachen und die Kontrolldichte in den Städten.

Quellen: Hespress English

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